Die Folgen des Ladenschlussgesetzes

Bei der Umgehung des Ladenschlussgesetzes durch Sondergenehmigungen ist man vor allem im Berlin äußerst kreativ. So gibt es die eine Regelung, nach der bei Festen, besonderen Veranstaltungen etc. Sondergenehmigungen in Sachen Öffnungszeiten erteilt werden können.

Das ist durchaus in Ordnung so, denn ein blödsinniges Gesetz, das schleunigst abgeschafft gehört, schreit regelrecht danach, es auszuhöhlen. Aber es führt leider auch zu Wettbewerbsverzerrung. Das neueste Beispiel dafür gibt es heute zu bestaunen. Während zum Beispiel Saturn am Alexanderplatz und die Potsdamer-Platz-Arkaden bis 22 Uhr bzw. Mitternacht öffnen dürfen, schauen die Schönhauser-Allee-Arcaden in die Röhre. Grund: Bei beiden erstgenannten Häusern befindet sich eben dieses Fest in Form eines Weihnachtsmarktes in der Nähe – die Arkaden an der Schönhauser Allee haben so etwas eben nicht bei sich stattfinden. Das ist nicht nur Pech sondern beschert den Schönhauser-Allee-Arcaden nicht die immensen Einnahmen die alle anderen Einkaufszentren bei den zu erwartenden hohen Besucherzahlen haben werden.

Da es nun Ländersache ist, die Ladenschlussbestimmungen abzuschaffen, kann man nur hoffen, dass dies in Berlin schleunigst geschieht.

Das Iglu im Weihnachtsdorf

Eine recht eigentümliche Symbiose gibt es momentan auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zu beobachten. Der Wasserklops – seine Hauptfunktion des Wasserspeiens eh nicht ausführend – wurde ratzdifatz mit einem leuchtenden Iglu überstülpt bei dem die Sternlein nur so funkeln. Nun offenbart sich mir der Zusammenhang zwischen Weihnachten und einem Iglu nicht automatisch. Die allgemeine Tendenz, abgestellte Springbrunnen der Stadt zu verkleiden ist aber durchaus zu begrüßen. So hat man schon in den letzten Jahren diverse bekannte Brunnen der Stadt zu Adventslichtern umfunktioniert – dies soll wohl auch dieses Mal so sein. Da passt diese Idee irgendwie dazu.

Das Iglu am Weihnachtsmarkt