In dieser Stadt scheint es ein notorisches Bestreben zu geben, dieses braun-grüne Gestrüpp, genannt “Baum” möglichst weiträumig aus dem Sichtfeld zu verbannen, selbst wenn dies (noch) gar nicht notwendig ist. Nachdem ein Investor noch ein Büro/Geschäftsgebäude an der Ecke Unter den Linden/Friedrichstrasse bauen will - geniale Idee, wir haben so wenige davon und es gab bisher auch kaum Leerstand in Berlin - sind nun zum Start der Baumassnahme gleich alle Bäume am Platz gefällt worden. Diese Massnahme war aber zum jetzigen Zeitpunkt meines Erachtens recht überflüssig, soll doch auf dem leeren Platz nach dem Abbruch des dortigen Hotels erst mal dolle die WM befeiert werden (wo in Berlin wird eigentlich nicht gefeiert werden?) , bevor das neue Gebäude entstehen soll.
Nun sind die Bäume einer Kahlheit auf dem Platz gewichen und das Ganze erinnert mich an eine ähnliche Aktion vor längerer Zeit, bei der in einem Wohnviertel zig Bäume aufgrund des Denkmalschutzes weichen musste. Denn ursprünglich gab es in der besagten Siedlung keine Bäume und dieser Zustand sollte wieder hergestellt werden.
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