Wer es noch nicht wusste: Mich fasziniert Wasser in größeren, natürlichen Ansammlungen wie Flüssen, Seen oder Meeren. Wann immer es mir möglich ist, zieht es mich zu Orten hin, die so etwas haben. Nun mag Berlin ja viel bieten, aber im Gegensatz zu Städten wie Rostock (Ostsee) , Dresden (Elbe), Köln (Rhein) oder Chicago (Michigan Lake) ist der hiesige Fluß eher ein Bächlein - eine Art Rinnsaal, das ungefähr so breit ist, wie in meiner ehemaligen Heimatstadt Münster der Dortmund-Ems Kanal. Die geringe Breite macht sich immer dann negativ bemerkbar, wenn man mal am Ufer sitzt und - ich habe es mal mitgezählt - ca. 20 Touristenschiffe in einer halben Stunde mit ihren Dieselwolken an einem vorbeikommen, denn diese Schiffe fahren aufgrund der Breite der Spree logischerweise nah am Ufer vorbei.
Nun kann Berlin nichts dafür, dass der hiesige Fluß nicht so imposant ist und wenn man etwas außerhalb schaut, gibt es ja zumindest ein paar ansehnliche Seen. Ziemlich belustigt bin ich jedoch von den vielen Meldungen, sobald die “Strand”bar-Saison wieder eröffnet wird. Da geht also jemand hin, schüttet einen Haufen Sand irgendwo ans Ufer der Spree und zack - ist das ein Strand. Anscheinend besitzen viele eine gute Portion Imagination, die mir fehlt.