Ansturm bei Barcomi’s

Letztens bei Barcomi’s in der Sophienstraße: Der Laden ist rappelvoll, kein einziger Sitzplatz mehr. Uns bleibt, wie vielen anderen nach uns,  nur die Option eine Weile zu warten bis mal ein Tisch wieder frei wird. So ist das schon des öfteren bei Barcomi’s gewesen – ob zu Zeiten als man noch vollgequalmt war, oder nun nach dem Wechsel zum rauchfreien Restaurant.

Wenn also die Tabaklobby den Eigentümern von Qualmlokalen immer wieder erzählt, dass ihre Gewinne dahinschmelzen werden, wenn sie rauchfrei werden, ist das Barcomi’s das beste Beispiel dafür, dass diese These schlichtweg falsch ist.

Nichtraucher-Helau

Deutschland wird die Raucherinsel genannt

denn es regiert die Fluppe, wie allseits bekannt

Fast alle Parteien, ob SPD, FDP oder CDU

machen beim Nichtraucherschutz die Ohren zu

Dabei ist man in der CDU besonders resistent

weil man die Folgen des Passivrauchens nicht kennt

Ob Wulff oder Röttgen, es ist egal

ihnen zuzuhören ist eine echte Qual

Die Tabaklobby freut sich riesig

denn in den Gaststätten bleibt es weiter diesig

Und auch die Dehoga ist voll zufrieden

denn eine Lösung des Themas wird weiter vermieden

Offen ohne Kunden

Bei den erweiterten Öffnungszeiten gibt es unter den Läden sowohl Gewinner als auch Verlierer. Zur welcher Gruppe ein Geschäft gehört wird offensichtlich vor allem durch zwei Faktoren entschieden: Zum einen, ob dieser Laden in einem dicht besiedelten Gebiet angesiedelt ist in dem, und das ist noch besser, viele junge Leute wohnen und zum anderen – und das konnte ich soeben wieder erfahren, ob die Leute in dem jeweiligen Gebiet überhaupt wissen, dass das Geschäft noch geöffnet ist oder nicht.

Beim meinem Besuch des hiesigen Rewe-Supermarkes herrschte im gesamten Laden eine trostlose Atmosphäre. Ausser mir gab es kaum Kunden, die Angestellten kauften selber ein oder – wie schon gelegentlich woanders beobachtet – schoben zum Zwecke der Beschäftigung Kisten hin und her. Dabei hatte ich von der verlängerten Öffnungszeit dieses Ladens nur durch ein leicht verstecktes Schild auf dem Boden neben dem Eingang innerhalb des Ladens erfahren. Dieser Supermarkt befindet sich wiederum in einem kleinen Einkaufszentrum in dem ansonsten kein anderes Geschäft mehr ausser einer Bäckerei so lange geöffnet hat – etwas was ich in anderen Ländern noch nie gesehen habe.  Draussen vor dem Ausseneingang verkündet denn auch ein Schild, dass das Center nur bis 20 Uhr auf hat. Der im Center ansässige Penny Markt hat zudem außerhalb ein großes, leuchtendes Schild angebracht, auf dem die Öffnungszeiten bis 20 Uhr erwähnt werden.

Woher soll nun zum Beispiel der zufällig vorbeifahrende Kunde wissen, dass Rewe noch geöffnet hat? Dies ist aber nur ein Beispiel für mehrere Läden, die ich in letzter Zeit fand und die, gut versteckt, noch geöffnet hatten.

Dass es anders gehen kann zeigt eine andere Filiale des eben erwähnten Penny Marktes. Eben weil diese Kette große Schilder mit den Öffnungszeiten am Markt angebracht hat, kann man bei einer anderen Filiale sehr leicht sehen, dass diese noch bis 22 Uhr auf hat. Und siehe da, sie ist sehr gut besucht.