Kevin Devine im “Hans Wurst”

Was mir ziemlich aufstößt ist die Tatsache, dass man in Berlin mittlerweile zwar einiges an rauchfreier Gastronomie findet, fast alle dieser Cafès und Restaurants machen aber schon am frühen Abend wieder zu. Wer rauchfrei später abends ausgehen möchte hat kaum Auswahl. Deswegen ist die Freude groß, dass sogar in unserem Stadtteil Pankow nun ein Restaurant / eine Bar eröffnet hat, die mit großzügen Öffnungszeiten geradezu verwöhnt. Während der Woche hat das vegane Bio-Cafè “Hans Wurst” bis Mitternacht auf, am Wochenende sogar “open end”. Neben täglich wechselnden Gerichten und einem schönen, gemütlichen Ambiente bietet man dort auch vielfältige Kultur wie Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Theater an.

So kamen wir gestern abend in den Genuß unseres ersten rauchfreien Rockkonzertes. Der Singer/Songwriter Kevin Devine aus New York lieferte in einem Gratis-Konzert fast 2 h nur mit Gitarre begleitet eine fantastische Leistung ab. Und was soll ich sagen: Der Laden war trotz Rauchverbot voll. Im Unterschied zum Wilco-Konzert war es dieses Mal aber andersrum: Wir waren drin und lauschten qualmfrei, während sich die Raucher draussen vor der Tür aufhielten.

Das “Hans Wurst” ist ein Beweis dafür dass, sofern sich auch die Deutschen mal dran gewöhnt haben, eine rauchfreie Gastronomieeinrichtung auch noch später abends funktioniert und allen, die nicht glauben daß Ausgehen = im Qualm sitzen bedeutet empfehle ich, mal hierhin zu fahren.

Gestank im Alexa

Ich habe mich bisher entgegen einem Trend noch nicht negativ über das Alexa ausgelassen. Denn das Gebäude mag tagsüber recht hässlich aussehen, abends ist es aber hübsch illuminiert und innen sieht es recht edel aus. Was mir aber beim Besuch auffiel waren gleich mehrere unangenehme Gerüche. So zieht der Geruch von der Parkgarage, sicherlich nicht ganz unschädlich, direkt bei den Rolltreppen auf alle Level der Mall herauf. Ob da was noch nicht fertig geworden ist weiß ich nicht, dies sollte aber dringend abgeschafft werden.

Desweiteren ist das Alexa generell rauchfrei, auch auf der Restaurantebene – dort haben übrigens gleich mehrere Probleme mit ihrem produzierten Küchenqualm, der nicht abzieht -  aber eine Espresso- Bar in einem unteren Level lässt die Leute rauchen. Das Resultat ist Qualm nicht nur im Bereich der Bar sondern in allen Leveln darüber.

Kreativität auf Berliner Plätzen

Schön zu sehen, dass auf den Berliner Gehwegen und Plätzen den PassantInnen neben den üblichen Hütchenspielern und Souvenirverkäufern auch ein gewisses Maß an Kreativität geboten wird. So konnte ich bei meinem letzten Aufenthalt auf den von Baustellen befreiten Alexanderplatz eine Dixiband sehen, an anderer Stelle boten mehrere Marionettenspieler eine lustige Show, verfolgt von einer großen Menge von Eltern mit Kinderwagen. Aber auch anderswo, am Hackeschen Markt, gibt es des öfteren neben recht guten Bands die dort gratis spielen, originelle Darbietungen. Am gleichen Tag, als ich die Künstler auf dem Alex sah, fand sich ein Künstler ein, der dort mit riesigen Seifenblasen jonglierte. Wenn dies ein Trend ist, dann bitte ich darum, dass dieser sich fortsetzt.