Bemerkenswertes Cafè

Der Bötzowkiez zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass praktisch alle paar Meter ein Café nach dem anderen auftaucht. In der Hufelandstraße zum Beispiel ist die Zahl der Latte Macchiato-Offerten regelrecht unübersichtlich geworden und auch wenn man als Berliner so ein Buch kaum braucht, so wette ich als solch einer, dass diese Gegend über kurz oder lang als einer der Kuchentheken Berlin’s in den Touristenführern auftauchen wird. Wer hier bestehen möchte, der muß auffallen, sprich er hat zum Beispiel die hier wohnenden Prominenten als Besucher aufzuweisen (erst heute erspäht: Daniel Brühl vor einem Café in der Hufelandstraße) oder er bietet etwas besonders leckeres an, was die anderen nicht haben.

Zu dieser Gattung zählt das Café Frau Paul in einer Seitenstraße der besagten Hufelandstraße (Hans-Otto-Straße 6). Das kleine Cafe fällt von aussen zunächst einmal durch die Kletterpflanzen und durch seine sonnige, ruhige Lage in direkter Nähe des Volkspark Friedrichshain auf. Innen ist es hübsch dekoriert (Vogel-Wanddekorationen, Blumendekos auf den Tischen). Zusätzlich bemerkenswert und das kulinarische Highlight für mich sind die täglich wechselnden hausgemachten Kuchen und Torten, frisch zubereitete knusprige und gut belegte Ciabattas sowie die selbstgemachten Erfrischungsgetränke. Neben der netten Bedienung durch Inhaberin Christiane gibt’s zudem einen gut zusammengestellten Musikmix im Hintergrund. Wer also statt dem Üblichem etwas Bemerkenswertes ausprobieren möchte, dem kann ich einen Besuch dieses Cafés wärmstens empfehlen.

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