Solidarität unbekannt

Das ungekrönte Thema Nr.1 in den Berliner Medien ist zur Zeit die Lage auf den Gehwegen der Stadt. Aufgrund der dramatischen Situation – pures Glatteis auf einem Großteil davon – ist es vor allem in letzter Zeit zu einer horrend ansteigende Zahl von Stürzen und damit verbundenen Brüchen gekommen.  Alte oder gehbehinderte Menschen kommen teilweise schon seit Wochen nicht mehr vor die Tür um sich mit Notwendigem zu versorgen, Geschäftsinhaber klagen über immense Umsatzrückgänge. Was bleibt ist häufig nur – da wo es vom geringen Verkehr her geht – der Weg über die säuberlich geräumten Straßen.

Mir fehlt bei der ganzen Diskussion darüber der Aspekt der fehlenden Mitmenschlichkeit und Solidarität. Dass ein großer Teil der privaten Räumdienste sich das Geld in die Tasche gesteckt hat und nun überfordert ist, wenn es um die eigentliche Arbeit geht ist seit langen bekannt.

Da wäre es doch mal angesagt, als Hauseigentümer, Geschäftsinhaber oder auch Mieter selbst vor die Tür zu gehen und zumindest die eigenen paar Meter zu räumen?  Wenn ein jeder dies tun würde hätte Berlin in Nulllkommanichts große Teile der Gehwege vom Eis befreit. Gelegenheit dies ohne viel Stress selbst zu tun gab es schon mehrere, denn schon ein paar Mal hatte leichtes Tauwetter eingesetzt, der Matsch hätte leicht beiseite geräumt werden können. Aber stattdessen geschieht praktisch nichts. Wenn es denn so etwas wie Kieze und Nachbarschaften gibt, in denen Leute miteinander etwas verändern und sich helfen wollen – hierbei herrscht komplettes Versagen.

So werden wir also auch weiterhin noch lange darauf warten, dass sich die Situation auf den Gehwegen ändert, denn das Wetter bleibt genauso stur.

Flasche schwer

Eigentlich heisst der berühmte Spruch eines ehemaligen Bayern-Trainers ja “Flasche leer”, ich möchte aber über schwere Flaschen ein Wort verlieren. Im Zuge des zunehmenden Anteils von Plastikflaschen bei den Mineralwassern wird es immer schwerer, Glasflaschen der gewünschten Sorte zu finden. Dabei haben diese eindeutig Vorteile: Sie konservieren die Kohlensäure länger und sondern nicht, wie Plastik, Hormone aus. Leider haben sie aber auch einen Nachteil: Ein Kasten Glasflaschen ist sauschwer, besonders wenn man ihn wie ich per Fuß nach Hause transportiert. Wer also wie ich nach passenden Glasflaschen sucht, der kann sich schon mal mit so einer Kiste über eine weite Strecke elendlich abschleppen. Also, ein Appell an die Mineralwasserhersteller:  Schafft nicht alle Glasflaschen ab. Im Gegenteil: Sorgt dafür, dass auch der Supermarkt in der Nähe wieder eine größere Auswahl anbietet!

Danke.