Berlin verliert seine Bäume, denn es werden wesentlich mehr gefällt als neu angepflanzt. Dies berichteten die Medien vor kurzem. Diejenigen, die neu hinzukommen haben es schwer, wie dieses Exemplar vor dem Hauptbahnhof an einer Bushaltestelle verdeutlicht. In der Mitte von Berlin gibt es in letzter Zeit ein zunehmendes Vermüllungsproblem. Der Witz hier ist aber, dass es sehr wohl Mülleimer gibt. Diese befinden sich aber nicht direkt an der Bushaltestelle sondern einige Meter davon entfernt. Das Ergebnis ist das hier.
Archive for the ‘Berlin’ Category
Müllbaum
Sunday, October 21st, 2007Dezent angeleuchtet
Thursday, October 18th, 2007Bei dem ersten kurzen Spaziergang durch’s östliche Zentrum gefielen mir im Vergleich zum Vorjahr einige durch das “Festival of Lights” angestrahlte Gebäude besser. Zwar nehmen Bauwerke wie zum Beispiel das Alte Museum am Festival nicht mehr teil, andere sind dafür dieses Mal meiner Meinung nach wesentlich einfallsreicher oder auch dezenter angestrahlt.
Im Einzelnen:
Fernsehturm: An dem permanent blauen Turm hatten wir uns alle wohl satt gesehen, umso schöner sieht er nun durch die wechselnden Farben aus. Meiner Meinung nach ist das Lichtkegelspiel was zwischendurch abläuft da sogar ein bisschen überflüssig, alles im Allem aber einen Verbesserung.
Park Inn: Die nervösen Lichter oben überzeugen mich leider nicht und ich frage mich, ob es so gesund ist, wenn man da länger drauf schaut.
Dom Aquaree: Die bunten Pyramiden sollen wohl verkünden, dass hier das Zentrum des Festivals ist, sie sind ganz nett anzuschauen im Gegensatz zu den blinkenden Bäumen. Meiner Meinung nach überflüssig und eher die vorbeiziehenden Zugvögel desorientierend als gefallend sind die in den Himmel zeigenden Lichtkegel.
Berliner Dom: Gehört zu meinen Favoriten. Eine wahrlich aufwändig erscheinende Beleuchtung, die sich - wie soll ich sagen - an dem Dom anpasst und nicht aufgesetzt erscheint.
Palais am Festungsgraben: Sehr bunt, wechselndes Farbspiel in netten Kombinationen - schön anzuschauen.
Bäume an “Unter den Linden”: Meine Lieblingsbeleuchtung bisher. Mir gefiel schon bei der 1. Auflage, wie man die Bäume am Kurfürstendamm beleuchtet hatte, sehr dezent und mit schöner Farbkombination. Dagegen fand ich die bisherigen blauen Neonröhren in den Bäumen an “Unter den Linden” sehr ideenlos. Dieses Mal eine große Verbesserung.
Brandenburger Tor: Tja, eigentlich erwartet man doch, dass hier das Spektakulärste stattfindet. Aber auch dieses Mal wieder eine ziemliche Enttäuschung. Ich frage mich, ob das Ganze nicht besser ausgesehen hätte, wenn man die normale Beleuchtung einfach nicht dazugeschaltet hätte?
Alles im Allen mehr Tops als Flops. Also auch dieses Mal meine Empfehlung: Rausgehen und anschauen!
Kreativität auf Berliner Plätzen
Saturday, September 15th, 2007Schön zu sehen, dass auf den Berliner Gehwegen und Plätzen den PassantInnen neben den üblichen Hütchenspielern und Souvenirverkäufern auch ein gewisses Maß an Kreativität geboten wird. So konnte ich bei meinem letzten Aufenthalt auf den von Baustellen befreiten Alexanderplatz eine Dixiband sehen, an anderer Stelle boten mehrere Marionettenspieler eine lustige Show, verfolgt von einer großen Menge von Eltern mit Kinderwagen. Aber auch anderswo, am Hackeschen Markt, gibt es des öfteren neben recht guten Bands die dort gratis spielen, originelle Darbietungen. Am gleichen Tag, als ich die Künstler auf dem Alex sah, fand sich ein Künstler ein, der dort mit riesigen Seifenblasen jonglierte. Wenn dies ein Trend ist, dann bitte ich darum, dass dieser sich fortsetzt.
Leere in der Stadt
Wednesday, September 5th, 2007Eigentlich gehört zu meiner Definition von einer Weltstadt auch, das rund um die Uhr etwas los ist. Berlin rühmt sich ja eigentlich, eben eine solche Stadt zu sein. Aber jetzt, wo die Sommerferien beendet und die Touristen weg sind - bevor die Kegelclubs kommen - merkt man doch wie leer es in den meisten Gegenden der Stadt spät abends ist. Man fragt sich, wo die BerlinerInnen alle abends sind? Sicherlich, viele meiden die Touristengegenden, aber selbst in den typischen Ausgehgegenden der Bezirke, ob um die Kastanienallee herum, Bergmannstraße - wie sie auch alle heissen, es ist unter der Woche überall ruhig. Das Wetter spielt momentan wohl eine Rolle, aber daran kann es wohl kaum liegen, dass auch in den Kneipen und Restaurants viele Plätze leer sind.
Leere Leipziger
Saturday, August 25th, 2007Normalerweile ist die Leipziger Straße am Potsdamer Platz eine der Straßen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen, -gestank und -lärm. Und dies sowohl tagsüber als auch abends. Welch seltenes Vergnügen als aufgrund des Tom-Cruise Film Valkyrie und damit verbundenen Dreharbeiten am Bundesfinanzministerium ein großer Abschnitt für den gesamten Verkehr für eine Weile gesperrt war. Dadurch ergab sich für ein Photo eine Perspektive, die sonst so nicht zu haben ist.
Warten auf Anschluss
Tuesday, August 7th, 2007Gestern abend gegen 21.45 Uhr: Da ich es den Tag über nicht geschafft habe, einige wichtige Dinge beim Supermarkt einzukaufen, beschliesse ich, mir mal den 24-h offenen Reichelt Supermarkt in Wilmersdorf anzusehen. Der Weg dorthin ist weit, aber die Neugier siegt und ich mache mich auf den Weg. Nach 22 Uhr lande ich auf dem S-Bahnhof Oranienburger Straße. Es wird angekündigt: Ein Zug der Linie S2 zum Potsdamer Platz. Ich müsste eigentlich noch weiter zur Yorckstraße, aber ok, am Potsdamer Platz wird es schon einen Anschluß geben. Ein paar Minuten später trifft ein Zug ein, die S1 nach Wannsee, nicht die S2. Prima, der fährt auch zur Yorckstraße, freue ich mich. Kurz vor dem Potsdamer Platz dann die Durchsage: Endstation, alles aussteigen. Der Fahrer brüllt irgendwas a la “Weiter gehts auf der gegenüberliegende Seite” ins Mikrofon. Mit mir steigen ca. 70 andere Fahrgäste aus, mehr als die Hälfte davon Touristen.
Wir warten und warten, diverse Ansagen über Züge die in alle mögliche Richtungen fahren sollen, aber nicht zum Wannsee. Ca. 10 Minuten später dann rollt auf dem besagten gegenüberliegenden Gleis endlich ein Zug ein - in die falsche Richtung, nicht nach Wannsee. Die Touristen fangen an, ihre BVG-Pläne zu studieren. Irgendwie kommt auch eine Durchsage über einen Zug nach Wannsee, der soll erst - ein Witz? in weiteren 10 Minuten kommen. Ein paar Minuten später: Noch ein Zug, wieder falsche Richtung. Die Touristen studieren noch hektischer die Pläne, viele von ihnen können die nur in Deutsch vorgebrachten teils sehr unverständlichen Durchsagen nicht verstehen. Weitere 3 - 4 Minuten später, endlich ein Zug in die richtige Richtung, aber immer noch nicht nach Wannsee. Ich steige ein und mit mir viele andere die froh sind, dass sie ihrem Ziel wenigstens etwas näher kommen.
Insgesamt hätte man ca. 20 Minuten auf dem Bahnsteig am Potsdamer Platz verbringen können, wenn man den Anschlußzug nach Wannsee brauchte. Aber man sollte Verständnis haben, es herrscht ausgedünnter Ferienplan, trotz vieler Touristen in der Weltstadt Berlin, die von A nach B innerhalb der Stadt wollen. Und die Bahn möchte ja an die Börse.
Ersatzverkehr
Thursday, July 12th, 2007Spät abends. Wir wollen nach Hause und überlegen wie wir das am besten mit dem öffentlichen Nahverkehr veranstalten. Momentan pausiert ein Großteil der in Berlin fahrenden Trams, Ersatzverkehr ist angesagt. Unter anderem auch bei der M1. Das ist die Linie, die wir brauchen.
Am Bahnhof Friedrichstraße angekommen, ergibt sich für den Reisenden erst einmal ein spätösterliches Suchspiel. Denn wo bitte ist die Ersatzsbushaltestelle “Friedrichstr./Am Weidendamm”? Zur Auswahl stehen zwei Richtungen, die unter dem Bahnhofstunnel durch ist richtig und nach ca. 5 Gehminuten erreichen wir die gut versteckte Haltestelle. Als wir den Bus besteigen, sind wir noch guten Mutes, bald zuhause zu sein, die BVG wird das schon prima mit dem Umstieg an der Eberswalder in die dort wartende Tram organisiert haben. Aber weit gefehlt, Gerade auf der Kreuzung Schönhauser Allee/Kastanienallee angekommen sehen wir die Tram schon an der Haltestelle warten. Den Fahrer der Tram interessiert es anscheinend wenig, dass wir noch nicht da sind, er wundert sich auch wohl nicht, dass bisher in der Tram trotz normalerweise großer Fülle am Wochenende nur ein paar Leute drin sind. Er starrt auf unseren Bus und fährt munter vor unseren Augen los. Da wir nun 30 Minuten Wartezeit haben, um auf die nächste Tram zu warten bleibt viel Gelegenheit darüber zu nachzudenken, was die BVG unter einem funktionierenden Ersatzverkehr versteht.
Vor kurzem hätten wir übrigens wieder mit dem gleichen Ersatzbus fahren müssen, dieses Mal von der Anfangshaltestelle Am Kupfergraben aus. Und wieder wars nüscht mit dem Transportieren Richtung Heimat. Denn dort angekommen stellten wir fest, dass der Fahrer den gesamten Bus erfolgreich mit Zigarettenrauch eingenebelt hatte. Der ganze Bus war so verqualmt, dass wir es vorgezogen haben, nach zwei Haltestellen wieder auszusteigen. Warum für Fahrgäste ein absolutes Rauchverbot in Bussen und Bahnen gilt, der jeweilige Fahrer aber sein Gefährt lustig unter Qualm setzen kann bleibt mir ein Rätsel.
Melancholie im HBF
Thursday, July 5th, 2007Wer schon mal den Berliner Hauptbahnhof zu einer ruhigen Zeit betreten hat - also zum Beispiel spät abends - der wird es sofort bemerkt haben: Ein “trauriges” Geräusch, das sich regelmässig und in kurzen Abständen wiederholt. Dabei ist dieser Ton in der ganzen Halle zu hören, besonders aber im Teil nahe des Europaplatzes. Bis jetzt bin ich ratlos, was dieses Geräusch verursacht. Wird es vielleicht absichtlich über die Lautsprecher geschickt, als Untermalung für die vielen Abschiede, die in diesem Haus stattfinden? Ich habe die DB gefragt und warte nun auf Antwort.
Genereller Tramausfall
Sunday, June 17th, 2007Anscheinend im Zuge der Werbekampagne “Steigt um auf den Bus” hat die BVG momentan gleich mehrere Tramlinien zumindest auf Teilstrecken erfolgreich mit Ersatzbusverkehr ersetzt. Dies betrifft die Linien M1, M4, M8, M10, M17 und 12. Bei der M1 ist dies übrigens schon das 2. Mal in kürzester Zeit, dass sie nicht so fährt, wie sie eigentlich sollte - und dies auf dem gleichen Teilstück wie letztes Jahr.
Sehr unverständlich ist dabei teilweise das, was uns Daisy (Dynamic Information and Advise System) erklärt, wie hier bei der M10 exemplarisch gezeigt:
Erst vor kurzem sah ich einen Fahrgast auf dieses Display zulaufen, er las und suchte, bis er dann irgendwann im Laufschritt in der Ferne im Dunkeln verschwand, seine Suche nach der Ersatzhaltestelle fortsetzend. Es fällt vor allem die Formulierung “gehwegseitige Haltestelle” auf. Befinden wir uns etwa nicht schon auf einem Gehweg, wenn wir uns Daisy anschauen? Richtig! Sagt uns diese Mitteilung, wo denn wohl der richtige Gehweg ist, an dem sich dann die Bushaltestelle befindet? Nein! Auf die simple Idee Pfeile an die Haltestelle anzubringen, damit der Fahrgast weiß, in welcher Richtung er mal suchen sollte, kommt man hier nicht. Ich fand die Haltestelle übrigens nach einiger Sucherei an der dunkelsten Stelle eines anderen Gehweges, das Licht war hier ausgefallen.
Nachtrag: Eine noch extensivere Suche nach der Ersatzhaltestelle verspricht für die M12 und M1 die Haltestelle “S+U Friedrichstraße”. Diese ist mehere Gehminuten entfernt und von der Originalhaltestelle her außer Sichtweite. Der Hinweis “Ecke Friedrichstraße/Am Weidendamm” auf dem angebrachten Schild wird so manchem Berliner und vielen Touristen in keinster Weise verraten, wo das ist und in welche Richtung sie laufen sollen.
Biospätkauf
Thursday, May 31st, 2007Seit kurzem eröffnet im Prenzlauer Berg: Fresh N’ Friends Foodstore auf der Kastanienallee (direkt an der Tramhaltestelle “Schwedter Straße”) Beim ersten Besuch dieses in schickem rosa Farbton gehüllten Laden fallen zum einen die kundenfreundlichen Öffnungszeiten auf. Bis Mitternacht kann man hier noch eine große Auswahl an Bioprodukten kaufen. Das scheint mir in Berlin einzigartig zu sein. Zum anderen bietet der Laden viele, frisch zubereitete Fertigprodukte im Kühlregal an. Da gibt es zum Beispiel Sandwiches, Suppen oder Mahlzeiten von RNBS.
Update 1.06.07: Auch am Freitag Abend wurde bis spät abends gefeiert. Bei Freibier, Freisandwiches und guter Elektro-Musik, aufgelegt von Finemusique war Fresh N’ Friends auch dieses Mal einer der besten Anlaufpunkte auf der Kastanienallee. Und zwischendurch sichtete man auch spät noch Leute, die sich ganz normal mit Bioprodukten versorgten.
Update 20.7.07: Offensichtlich läuft der Laden so gut, dass die Öffnungszeiten noch mal erweitert worden sind. Seit kurzem ist man rund um die Uhr geöffnet.



