Das Ende einer langen Wahlkampagne. Da ich für Berlin-Mitte nicht nur Wahlkampagnen-Assistent für die Bundestagswahl war, sondern auch für die Europawahl und es im Prinzip keine Pause zwischendurch gab, ergab sich eine lange Periode intensivster Arbeit. Das beste Ergebnis der Grünen auf Bundesebene aller Zeiten sollte eigentlich zur Freude Anlaß geben, dennoch geht es mir wie wohl vielen anderen Parteimitgliedern und Symphatisanten: In Anbetracht einer “strahlenden” Zukunft mit Sozialabbau unter Schwarz-Gelb vergeht einem eben diese Freude. Man fragt sich, warum in den USA die WählerInnen aus der Finanzkrise gelernt haben und die Partei, die den Neoliberalismus und keine Beschränkungen in der Wirtschaft predigte abgestraft haben und hier wählt man genau die Parteien, die diese Philosophie vertreten. In den Konzernzentralen und bei den Banken hat man sich sicher riesig gefreut.
Dennoch, es gibt gerade aus meiner Arbeitsgegend tolles zu vermelden: Wir haben es mit einem tollen Team hier in Berlin-Mitte geschafft, stärkste Partei bei den Zweitstimmen zu werden. Etwas, was ausser im Ströbele-Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg / Prentzlauer Berg Ost in keinem anderen Wahlkreis in Deutschland passiert ist.
Absolut ideale Wetterbedingungen für die Kaffeetafel des Bündnisgrünen KV Berlin Mitte. Unter anderem haben sich Claudia Roth (Bundesvorsitzende) und Ramona Pop (Abgeordnetenhausfraktion) angesagt. Zahlreiche Kuchen wurden verputzt, Kaffeekannen gelernt, Ballons und Windräder gingen über den Tisch.
Erneuter Europawahl-Stand am Potsdamer Platz. Dieses Mal hat sich Prominenz angekündigt. Reinhard Bütikofer, Spitzenkandidat der Bündnisgrünen für das Europaparlament. Kaum ist er da kommt die Standbesetzung nicht aus dem Staunen heraus. Unglaublich, wieviel Infomaterial ihm von den Passanten abgenommen wird. Man fotografiert sich mit ihm, unterhält sich, möchte Autogramme. Wenn all diese Leute uns auch wählen, können wir uns auf ein ordentliches Ergebnis freuen.
Snow finally arrived in Berlin. And I am talking about a mentionable amount and not about the few flakes that melted at the ground before.The effect was that a giant group of families with kids used the opportunity took the sleds or everything that could be used as one out of the basement and went to the Volkspark Friedrichshain. Walking by I noticed a constant yelling and cheering similiar to the noise level that you have at public outdoor pools. It seems that for kids when it snows sledding is the equivalent fun to swimming. And even when it got really really cold in the evening, the sportive event went on at the hill in the park after dark. Probably anyways a good tip if you don’t wanna have it too crowded assuming though, that your eyes work perfectly.
There were times when I looked back at what was released on the trance sector throughout the year and I came to the conclusion, that for me there weren’t that many “extraordinary” tracks out there to be mentioned in a “Best of” list. So the list contained only 3 or 5 really classy tunes. 08 was certainly different. It started very slowly, I remember long time gaps in which I hardly bought anything, but the 2nd half repaired a lot having some major releases and effecting a Top 10 list of my favorite trance tunes. So, here they are:
10: Andy Duguid – Wasted (Original Mix)
9: Lemon & Einar K – Anticipation (Original Mix)
8: Kandi & Neumann – Let go (Original Mix)
7: David Newsum: Sand Dune (Original Mix)
6: Master & Nickson – Out there, 5th dimension (Daniel Kandi’s Bangin’ Mix)
5: John Askew – Fade to black (Original Mix)
4: Ata – Blue skies (Temple One Remix)
3: Anjunabeats – Volume One (7skies & Static Blue Remix)
2: Temple One – World Beyond (Original Mix)
1: Redstar – Rush (Karl G Remix)
Ich weiß nicht, wie es anderen ÖPNV-Teilnehmern geht, aber neben der S-Bahn ist die Straßenbahn in Berlin immer noch mein Lieblingstransportmittel. Seitdem ich vor Jahren hierher zog, bin ich wohl unzählige Male mit der M1 schon ins Zentrum und zurück gefahren. Ich bin sozusagen zum Tram-Fan geworden. Dass die Tram zusätzlich auch noch ein wirtschaftliches und umweltfreundliches Transportmittel ist, macht sie noch symphatischer.
Leider gibt es Berlin kaum Planungen, dieses Netz noch großartig weiter auszubauen. Darüber hilft auch nicht die kürzliche Neueröffnung des Teilstücks der M2 zum Alex hinweg. Andere Strecken, wie die zum neuen Hauptbahnhof oder eine Tram auf der Leipziger Straße (die Gleise sieht man ja noch) sind in weite Ferne gerückt, wenn sie denn, wie vor allem im letzteren Beispiel, überhaupt jemals gebaut werden.
Dass man in anderen Metropolen fleißig ausbaut, während der Senat hier sein Geld hauptsächlich in den Straßenbau steckt, soll ein von der Bündnisgrünen Verkehrsexpertin Claudia Hämmerling veranstalteter internationaler Tramkongress im Berliner Abgeordnetenhaus verdeutlichen. Die Teilnahme kann ohne Anmeldung erfolgen und ist gratis.
Zum Veranstaltungsflyer (PDF-Download)
Warum viele Leute zwar generell bereit sind zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, dies aber nicht tun, ist mir ein Rätsel. Man schaue sich mal den konventionellen Lieferanten Vattenfall an. Dieser hatte erst vor kurzem die Idee gehabt, eine Dreckschleuder in Form eines gigantischen Kohlekraftwerks mitten in Berlin aufzustellen. Nun wird man die Preise um 6,5 Prozent erhöhen.
Angeblich sind die Ökostromanbieter generell Wechselwilligen häufig viel zu teuer was de facto falsch ist. Ich selbst zahle beim Ökostromanbieter nur ca. 2 Euro mehr im Monat – was sich bei der Preiserhöhung durch Vattenfall nun auch erledigt hat. Bleibt abzuwarten, ob sich nun mehr Menschen endlich dazu entschliessen, Ökostrom zu beziehen. Welche Anbieter es gibt und weitere Gründe, warum man wechseln sollte gibt es hier zu erfahren.
Eine vom Bund Naturschutz in Bayern durchgeführte Untersuchung (siehe Ökotest-Magazin April) zeigt, was man eigentlich von vornherein eigentlich schon wusste: Die Landbevölkerung trägt wesentlich mehr zur Klimaveränderung bei als die in den Städten. Durch praktisch nicht existierenden öffentlichen Nahverkehr in den Dörfern und Kleinstädten müssen aufgrund der fehlenden Infrastruktur für simpelste Besorgungen mit dem Auto längere Strecken in Kauf genommen werden. Wer dagegen im Zentrum einer (Groß)stadt wohnt, hat kurze Wege, die er per Fuß/Rad oder ÖPNV zurücklegen kann = klimaschonend.
Abgesehen davon, dass ich sowieso nicht weiß, warum man gerade wegen der Kinder häufig aufs Land zieht (Kitaangebot? Schulangebot? Freizeitmöglichkeiten?) scheint laut Artikel auch das mit den herrlichen Aussicht und co. nicht zu befriedigen, denn aufgrund der Fahrerei hat man kaum Zeit, eben diese zu geniessen.
Also Leute, bleibt in den Städten.
Nachdem uns die Ignoranz und die Energieverschwendung eines großen Teils der Menschheit unaufhaltsam in eine Klimakatastrophe schlittern lässt, hatte der gestrige UN-Klimareport einen seltenen Effekt: Eben dieses Thema schaffte es an den Beginn der Nachrichten und auf die Hauptseiten der Zeitungen. Auch wenn die meisten wahrscheinlich schon jetzt wieder vergessen haben, was da prognostiziert wird, war dies doch mal eine angemessene Reaktion der Medien.
Peinlich aber für die TAZ, die sich doch ansonsten sehr oft mit diesem Thema beschäftigt: In einer Fotomontage auf der Titelseite schwappen die Wasserfluten an das Brandenburger Tor heran – während die Boulevardzeitung B.Z. es richtig darstellt: Wir werden nicht überflutet werden in dieser Region, sondern es wird Dürre herrschen. Darum auch die abgebildete Wüste vor dem Tor.
Und schon wieder ein langes Wochenende an dem sich große Teile der arbeitenden Bevölkerung frei nehmen. Dieses Land kann sich das wirtschaftlich leisten – an lauter Feiertagen das Produzieren und Denken für Geld einzustellen – denn wie man letzte Woche hören konnte, geht es uns immer besser. Es wird, teilweise wohl auch wegen des besseren Wetters, wieder mehr gekauft und damit die Wirtschaft angekurbelt. Es gibt zwar kaum neue innovative politische Impulse oder Beschlüsse, aber anscheinend fühlen sich viele einfach besser weil – ja, weil man sich halt lange Zeit schlecht gefühlt hat und da muss man sich einfach mal – und sei es nur der Abwechslung wegen – wieder besser fühlen, oder?
Und plötzlich sind viele nun auch reformwillig. War man unter rot-grün noch aufgrund der angekündigten oder durchgeführten Reformen und Änderungen entsetzt, hat sich das anscheinend geändert und viele möchten nun doch welche ganz gerne akzeptieren, ohne groß zu lamentieren.
Wie sich die Zeiten doch ändern.