Oder-Impressionen

Ich möchte auf eine Wanderausstellung hinweisen, die ich mir gestern angesehen habe und über die ich durch die Aktion “Kulturland Brandenburg” aufmerksam geworden bin. Noch bis Sonntag gibt es in Müncheberg, östlich von Berlin auf dem Weg nach Kostrzyn, unter dem Titel “Vom Lauf der Flüsse” Bilder des Potsdamer Malers Hubert Globisch zu sehen. Die Ausstellung wird danach in Glogow (Polen) zu Gast sein. Beeindruckend sind neben Gemälden von einem Speicher in Danzig und Wasser-Thematiken vor allem die Bilder des Zyklus “Oderflut”. Sie schildern durch ihre Lichtgebung und die Farbwahl anschaulich die besondere Situation, die durch die Flut verursacht worden ist.

Ausstellung

Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist der Ausstellungsraum selbst, die von Schinkel erbaute Stadtpfarrkirche Marien. Innerhalb des alten Gebäudes ist im Innenraum seitlich ein seperater, neuartiger Einbau entstanden, der unter anderem die Stadtbibliothek und einen Sitzungssaal beherbergt.

Ein paar andere Photos vom historischen Stadtkern in Müncheberg finden sich in meinem Album.

Rondeau-Ausstellung

Zur Zeit wird auf vielen Werbeflächen in Berlin über eine Ausstellung des vielfältigen Werks von Brassai im Martin-Gropius-Bau  informiert. Wer diese Ausstellung besucht, in der nicht nur Fotografien sondern auch Zeichnungen von Brassai gezeigt werden, sollte den extra Euro für die Kombikarte mit der parallel angebotenen Ausstellung mit Fotografien von Gerard Rondeau bezahlen – es lohnt sich.

Als jemandem, der Fotosammlungen unter einen thematischen Gesamtzusammenhang mag, interessierte mich besonders seine Kollektion “Hors Cadre” (“Außerhalb des Rahmens”), die Museen in den Mittelpunkt stellt – während einer Ausstellung und davor bei ihrem Aufbau. Da sieht man zum Beispiel Büsten im provisorischen Plastikleimbecher bevor sie ihren eigentlichen Ort im Ausstellungsgebäude finden, oder den Betrachter, wie er sich im jeweiligen Kunstobjekt reflektiert.

Gratis-HyPe

Unbekannten oder auch bekannten Künstlern bietet sich momentan eine kostenlose Möglichkeit, in der Hype-Gallery ihre Werke auszustellen. Ob Fotos, Malerei etc. – alles kann vor Ort im architektonisch interessanten Cafe Moskau ausgedruckt werden und dann auf einer der vielen Wände ausgestellt werden. Die einzige Bedingung ist, dass das jeweilige Kunstwerk im Namen unter anderem die beiden Buchtstaben einer großen Druckerfabrik enthält.

Bei meinem Besuch war die Galerie gut besucht, Leute druckten fleissig aus und das Niveau der ausgestellten Stücke war vielfach sehr gut. Wer Lust hat, schaue sich das Ganze mal an, der Eintritt ist auch kostenlos. Und wer selbst ausstellen möchte, wird sicherlich noch ein paar freie Flächen finden.

Noch ein paar freie Flächen in der Hype-Gallery