Mehrheitlich rauchfrei
Saturday, January 5th, 2008War meine Prognose letztens hinsichtlich der Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes zu negativ? Ich wollte mich vorgestern selber vor Ort überzeugen und machte einen ausgedehnten Spaziergang durch die Oranienburger Straße nebst Seitenstraßen in Mitte, überprüfte am Potsdamer Platz und schaute mir zum Schluß noch die Kastanienallee an. Das Resultat ist sehr positiv. Logischerweise konnte ich nicht überall reingehen und genauestens nachschauen, aber wichtige Kriterien ob ein Restaurant rauchfrei ist wie zum Beispiel ob Aschenbecher auf den Tischen sind oder gerade irgendjemand raucht waren schon von außen zu erkennen. Etwa geschätzte 80 - 85 % aller Restaurants, Cafes und Bars sind demnach in diesen Gegenden rauchfrei. Es gibt nur ein paar Ausreißer, von denen man es sich wohl auch schon vorher hätte denken können. So hat das Cafe Cinema, ein gar übel verqualmter Laden an der Rosenthaler Straße, einen kleinen Nebenraum zum Raucherzimmer deklariert. Hier sitzt aber keiner sondern alle sind nebenan im großen Raum und qualmen fröhlich weiter. Der Rauch breitet sich dabei in großen Schwaden auf den Gehsteig davor aus. Auch das Schwarz-Sauer in der Kastanienallee erfreut sich weiterhin qualmender Gäste und Mädels hinterm Tresen. In solche Läden kann man wohl selbst, wenn sie irgendwann mal rauchfrei sind erst wieder reingehen, wenn renoviert worden ist, neu gestrichen und neue Möbel angeschafft sind.
Ansonsten gilt aber allgemeine Rauchfreiheit zumindest in Restaurants und auch Bars im Zentrum. Ein hilfreiches Kriterium zum Erkennen davon ist häufig der Stehtisch mit Aschenbecher für den Raucher der sich friedlich beim Schlabbernapf mit Wasser für den Hund neben der Tür des Etablissements befindet.
Gegen Ende des Abends landete ich dann im Cinestar Original Kino , dass sich bisher immer durch einen Rauchschlauch, einen unterirdischen, stark verqualmten Gang zwischen den Kinosälen hevortat. Aber auch hier: Kein Qualm, dafür viele Schilder auf den Tischen, die auf das Rauchverbot hinwiesen.
War es nach dem Film bisher immer das Zeichen für mich als Nichtraucher nach Hause zu gehen, da man eh nirgendwo anders mehr hinkonnte, gab es schließlich und endlich noch eine nette Session im Billy Wilder’s, einer Cocktailbar die auch, wie so viele andere Lokale vorher, nun rauchfrei geworden war.
Na denn: Prost!
