Genereller Tramausfall

Anscheinend im Zuge der Werbekampagne “Steigt um auf den Bus” hat die BVG momentan gleich mehrere Tramlinien zumindest auf Teilstrecken erfolgreich mit Ersatzbusverkehr ersetzt. Dies betrifft die Linien M1, M4, M8,  M10, M17  und 12. Bei der M1 ist dies übrigens schon das 2. Mal in kürzester Zeit, dass sie nicht so fährt, wie sie eigentlich sollte – und dies auf dem gleichen Teilstück wie letztes Jahr.

Sehr unverständlich ist dabei teilweise das, was uns Daisy (Dynamic Information and Advise System) erklärt, wie hier bei der M10 exemplarisch gezeigt:

Erst vor kurzem sah ich einen Fahrgast auf dieses Display zulaufen, er las und suchte, bis er dann irgendwann im Laufschritt in der Ferne im Dunkeln verschwand, seine Suche nach der Ersatzhaltestelle fortsetzend. Es fällt vor allem die Formulierung “gehwegseitige Haltestelle” auf. Befinden wir uns etwa nicht schon auf einem Gehweg, wenn wir uns Daisy anschauen? Richtig! Sagt uns diese Mitteilung, wo denn wohl der richtige Gehweg ist, an dem sich dann die Bushaltestelle befindet? Nein! Auf die simple Idee Pfeile an die Haltestelle anzubringen, damit der Fahrgast weiß, in welcher Richtung er mal suchen sollte, kommt man hier nicht. Ich fand die Haltestelle übrigens nach einiger Sucherei an der dunkelsten Stelle eines anderen Gehweges, das Licht war hier ausgefallen.

Nachtrag: Eine noch extensivere Suche nach der Ersatzhaltestelle verspricht für die M12 und M1 die Haltestelle “S+U Friedrichstraße”. Diese ist mehere Gehminuten entfernt und von der Originalhaltestelle her außer Sichtweite. Der Hinweis “Ecke Friedrichstraße/Am Weidendamm” auf dem angebrachten Schild wird so manchem Berliner und vielen Touristen in keinster Weise verraten, wo das ist und in welche Richtung sie laufen sollen.

hereinspaziert

Mit den Baustellen in Berlin ist es so, wie vor längerem in einem Spiegel-Artikel beschrieben: Endlosbaustellen ziehen sich über einen so geraumen Zeitraum hinweg, dass man sie nach einiger Zeit gar nicht bemerkt, was aber auch zur Folge hat, dass man kaum bemerkt, wenn sie plötzlich wieder weg sind. In diesem Sommer fielen vor allem viele abgesperrte Parkflächen auf, die – ohne botanisches Vorwissen betrachtet – eigentlich schon ganz in Ordnung oder fertig erschienen. Irgendetwas aber muss an ihnen nicht komplett oder korrekt gewesen sein, sonst hätte man sie nicht großräumig eingezäunt und die Passanten lange Zeit einfach ausgesperrt – was manche davon aber nicht abgehalten hat, den Zaun beseite zu schieben und einfach in den Park zu gehen.

Eine solche Baustelle ist mittlerweile verschwunden: Es ist die Grünfläche direkt an der Burgstraße gegenüber der Alten Nationalgalerie. Hier hat man vor allem abends interessante Perspekten auf eben dieses Museum oder auch den hell erleuchteten Berliner Dom. Leider sind die dortigen Mülleimer vollkommen unterpropotioniert, zumal viele Leute sich offensichtlich vorher mit einer Pizza zum Mitnehmen eingedeckt haben. Die Schachteln liegen vielerorts einfach neben den überfüllten Mülleimern.

Alles in Allem ist dies aber ein schöner Ort zum Verweilen.

train arcades with park

Rückkehr der Baustellen

Die WM ist schon seit einiger Zeit Geschichte und Berlin ist wieder das was es kurz davor war – ein Baustellenparadies. Überall schießen sie wie Pilze aus dem Boden, ob an Unter den Linden, am Alexanderplatz, der wieder das Labyrinth von vorher ist oder an vielen anderen Plätzen der Stadt. Der Witz an der Sache ist nur: Die WM-Besucher interessierte wohl in erster Linie nur das Stadion und die Kneipen der Stadt. Touristen, die jetzt kommen, wollen sich eigentlich die Schönheiten der Stadt ansehen. An jeder Ecke stehen sie und fotografieren was das Zeug hält. Die Stadt sollte eigentlich wissen, dass eine ihrer Haupteinnahmequellen die Touristen sind.
Unverständlich deshalb das Timing für die Baustellen in der Stadt.