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Solidarität unbekannt
Feb 6th, 2010 by Disi

Das ungekrönte Thema Nr.1 in den Berliner Medien ist zur Zeit die Lage auf den Gehwegen der Stadt. Aufgrund der dramatischen Situation – pures Glatteis auf einem Großteil davon – ist es vor allem in letzter Zeit zu einer horrend ansteigende Zahl von Stürzen und damit verbundenen Brüchen gekommen.  Alte oder gehbehinderte Menschen kommen teilweise schon seit Wochen nicht mehr vor die Tür um sich mit Notwendigem zu versorgen, Geschäftsinhaber klagen über immense Umsatzrückgänge. Was bleibt ist häufig nur – da wo es vom geringen Verkehr her geht – der Weg über die säuberlich geräumten Straßen.

Mir fehlt bei der ganzen Diskussion darüber der Aspekt der fehlenden Mitmenschlichkeit und Solidarität. Dass ein großer Teil der privaten Räumdienste sich das Geld in die Tasche gesteckt hat und nun überfordert ist, wenn es um die eigentliche Arbeit geht ist seit langen bekannt.

Da wäre es doch mal angesagt, als Hauseigentümer, Geschäftsinhaber oder auch Mieter selbst vor die Tür zu gehen und zumindest die eigenen paar Meter zu räumen?  Wenn ein jeder dies tun würde hätte Berlin in Nulllkommanichts große Teile der Gehwege vom Eis befreit. Gelegenheit dies ohne viel Stress selbst zu tun gab es schon mehrere, denn schon ein paar Mal hatte leichtes Tauwetter eingesetzt, der Matsch hätte leicht beiseite geräumt werden können. Aber stattdessen geschieht praktisch nichts. Wenn es denn so etwas wie Kieze und Nachbarschaften gibt, in denen Leute miteinander etwas verändern und sich helfen wollen – hierbei herrscht komplettes Versagen.

So werden wir also auch weiterhin noch lange darauf warten, dass sich die Situation auf den Gehwegen ändert, denn das Wetter bleibt genauso stur.

Warum in die Ferne schweifen
Jan 16th, 2010 by Disi

Der erste Ansturm der Rodler auf den Volkspark Friedrichshain nach dem mehr oder minder großen Schneefällen der vergangenen Woche ist abgeebt. Mittlerweile hatte  man das Gefühl sowohl von der Geräuschkulisse her als auch visuell sei der Ballermann nun auch im Zentrum von Berlin angekommen.  Dies war wohl unter anderem das Produkt einer großen PR-Aktion seitens der Medien, denn man konnte den Park sowohl in den Zeitungen als auch im Fernsehen bewundern.

Nun gibt es immer weniger Schnee auf dem man noch rodeln kann, da alles von den Schlitten regelrecht wegplaniert worden ist und der Fußgänger traut sich wieder am Weg entlang des Hügels vorbeizulaufen, ohne hinter den nächsten Baum zu hechten, wenn mal wieder jemand mit Riesengeschwindigkeit heruntergeschliddert kommt. Einige Skiläufer nutzen die eingetretene Ruhe im Park offensichtlich. Man sieht sie sowohl im Bereich der Rodelhügel als auch im ovalen Rund des Park vermehrt mit ihren Langlauf-Skiern entlang gleiten. Wozu in die Alpen, wenn es direkt vor der Haustür so eine gute Gelegenheit gibt, diesen alpinen Sport auszuüben.

Rutschpartie
Dec 31st, 2009 by Disi

Ich wundere mich doch manchmal, mit welcher Gleichgültigkeit und Geduld der Berliner den widrigen, winterlichen Verhältnissen auf den Gehwegen begegnet, Nach den ersten nennenswerten Schneefällen in dieser Saisons kratzt es offensichtlich niemanden, dass fast nirgendwo geräumt ist und die Gehwege in Kürze zu eisbahnartigen Gebilden verkommen. Mit fröhlicher Miene sieht man sie dahertrapsern und schlittern und so mancher scheint das Ganze als eine Art Sport anzusehen.

Dabei ist das Weiterkommen gerade hier in Prenzlauer Berg, wo es viele unebene Wege mit Steigungen und Gefällen gibt und die Ausfahrten für die Autos mit ihren Kopfsteinpflastern häufig superglatt sind, besonders schwierig. Auch viele Geschäfte und Cafés sind offensichtlich der Meinung, wenn nicht geräumt werde, könne der Kunde ja eventuell gleich in den Laden reingeschliddert kommen.

Während meines Aufenthaltes im Berliner Zentrum bekam ich eine Information von der BVG. Dort meint man anscheinend, eine Warnspruch an den Haltestellen auf den Displays a la “Passen Sie auf, es ist glatt bei uns” ersetze das Räumen zumindest der wichtigsten Haltestellen. Nur so ist es wohl zu erklären, dass zum Beispiel bei den Haltestellen am Alexanderplatz nur ein paar Steinchen alle paar Meter die Eisfläche auflockern.

Bei der BSR wird man übrigens wohl erst mal wieder die Aufräumerei des ganzen Feuerwerkmülls auf die lange Bank schieben, denn man wartet dort doch schon mal ganze gerne, bis die Wege wieder frei sind, bevor man anfängt zu putzen.

Und noch ein bisschen Paprika
Dec 28th, 2009 by Disi

Eigentlich hatte ich gedacht, Burger Dream auf der Danziger Str. sei genauso wie all die anderen Burgerbratereien, die momentan in Berlin aus dem Boden sprießen (der Tagesspiegel hat es auch schon gemerkt, siehe aktuelle Ausgabe)  und die alle eben nicht großen, amerikanischen Franchiser-Unternehmen entstammen.

Also habe ich den Laden nach der Eröffnung erstmal ignoriert, zumal in direkter Nähe auch ein Kreuzburger vor Ort ist. Heute aber, hungrig und nicht viel Lust bei Glatteis nach Essen zu suchen, bin ich doch mal dort gelandet. Nach meiner Bestellung (ja, es gibt dort auch Veggie-Burger) und einigem Warten auf das Aufrufen meiner Nummer wurde ich an die Theke gerufen und mir wurde klar, dass der Spruch “Iss ihn so, wie er dir schmeckt”  nicht nur ein Werbeslogan ist.

Denn a la Subway (bei Sandwiches) kann sich der Kunde hier auf sein Patty schmeissen lassen, wonach ihm der Appetit steht. Es gibt verschiedene Käsesorte, Saucen, Salate oder frische Gemüse. Champignons, Weißkraut, Paprika oder Röstzwiebeln rauf? Kein Problem.

Fazit: Wer versucht was Neues zu bieten, wird mit einem erneuten Besuch von mir belohnt.

Süßes Kunstwerk
Dec 21st, 2009 by Dietmar

Neulich hatte ich ja verkündet wo es denn die aus meiner Sicht besten Orte in Berlin gibt, wenn es um die verschiedenen Artikel aus den Bereichen Essen/Trinken geht. Für den besten Kuchen hatte ich unter anderem die Tortenwerkstatt “ausgezeichnet”. Bei meinem letzten Besuch bestätigte sich für mich, dass ich ihr diese zu recht verliehen habe, denn das was da in der Vitrine stand war schon mehr als eine Torte – es war eher ein Kunstwerk. Praktisch jeder Zentimeter ein anderer Geschmack, Banane, Erdbeere, Walnuss etc – alles geschmacklich aufeinander abgestimmt und superlecker. Das Foto gibt aufgrund seiner Qualität eventuell nur eine Idee von der Appetlichkeit, die diese Torte ausstrahlte.

Stück Torte aus der Tortenwerkstatt, Prenzlauer Berg, Berlin

Stück Torte aus der Tortenwerkstatt, Prenzlauer Berg, Berlin

Tee mit schöner Aussicht
Dec 7th, 2009 by Dietmar

Ich weiß gar nicht ob ich es als Tip in einem der Magazine mal gelesen habe, die in dieser Stadt publiziert werden. Wenn nicht, will ich selbst es doch mal betonen: Eine der schönsten Aussichten auf den Alexanderplatz gibt es vom 5. Stock der Galeria Kaufhof von dem dortigen Restaurant aus. Man mag zum Alex stehen wie man will, aber speziell in der Weihnachtszeit wuselt es aufgrund des dortigen Weihnachtsmarktes und der Eislaufbahn recht interessant. Bei einer Tasse Tee und einen Stückchen Kuchen in diesem doch ziemlich geräumigen Lokal lässt sich die Szenerie von großer Höhe  aus vorzüglich anschauen.

Aussicht vom Restaurant der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz, Berlin.

Aussicht vom Restaurant der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz, Berlin.

Best food and drinks in Berlin
Nov 30th, 2009 by Dietmar

Looking back there were a lot of posts in my blog about restaurants and cafés in the recent past. So, time to sit down and write a short little list of the best food and drink places in Berlin that I visited so far. This list is purely biased of course, created by a vegetarian and subject to change from time to time as soon as I find an even better place in a category:

Best vegetarian restaurant: Samadhi

Best cafè: Café & Bar Hilde

Best cakes: Tortenwerkstatt (Sredzkistraße 63, 10405 Berlin), Café Frau Paul (Hans-Otto-Str. 6, 10407 Berlin)

Best burgers and fries: Yellow Sunshine

Best sandwiches: Luigi Zuckermann Traditional Gourmet Deli

Best juices: Eve & Adams

Best noodles: Spreegold (Hufelandstr. 20, 10407 Berlin)

Best american pizza: Fatass Pizza

Best italian pizza: Pizza Nostra (Lychener Str. 2 – 4, 10437 Berlin)

Best burritos: Dolores

Best falafel: El rief (Schönhauser Allee 47, 10437 Berlin)

Best crêpes: Crêperie Bretonne

Best bagels: Bagels & Bialys (Rosenthaler Str. 46 – 48, 10178 Berlin)

Best soups: Suppen Cult

Best hot dogs: Hot Dog World (Kastanienallee 102, 10435 Berlin)

Best ice cream parlor: Häagen Dasz

Nettes Café im Prenzlberg
Oct 30th, 2009 by Dietmar

Als Anti-Passivraucher hat man es besonders schwer wenn man später abends ausgehen möchte und nicht gerade in einem Restaurant sitzen will sondern hauptsächlich etwas trinken möchte. Durch das Nichtraucherschutzgesetz kann man außer in Restaurants zwar auch mittlerweile ohne Qualmbelästigung in praktisch allen Cafès sitzen, diese schliessen aber häufig schon sehr früh, übrig bleiben Kneipen (fast alles Raucherkneipen) und Bars (dito) Eine lobenswerte Ausnahme ist die kürzlich eröffnete Cafè-Bar Hilde, Ecke Metzer Str. / Prenzlauer Allee, die jeden Tag bis spät abends geöffnet hat. Nun ist die Rauchfreiheit das eine positive, neben der netten und zuvorkommenden Bedienung spricht aber auch vieles andere für diese geräumige und mit gemütlichem Mobilar ausgestattene Cafè, das logischerweise mit vielen Fotos von Hildegard Knef an der Wand verziert ist. So zum Beispiel das Angebot an Speisen und Getränken: Neben dem leckeren Cafè sind besonders die hausgemachten Brownies und Flapjacks zu empfehlen. Tagsüber gibt es verschiedene Suppen und Sandwiches, abends passt eine große Auswahl an Spirituosen perfekt zu den angebotenen Flammkuchen. Das Cafè bietet neben deutschsprachiger Literatur auch englischsprachige Periodika, gelegentlich finden kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte statt.

Update 7.12.09: Das Cafè Hilde hat mittlerweile nur noch von Mittwoch – Samstag abends bis 1 Uhr geöffnet. Von Sonntag bis Dienstag schließt man um 20 Uhr. Dies ist zumindest die momentane Lage. Es scheint sich zu bestätigen, was ich immer wieder in Berlin beobachte – Räucherhöhlen sind meistens immer gut gefüllt, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit und an welchem Wochentag, rauchfreie Etablissments haben dagegen eher Probleme wenn sie abends Angebote machen. Das Ganze geht eindeutig auf die Tatsache zurück, dass sogenannte “tolerante” Nichtraucher immer noch mit ihren rauchenden Freunden oder Kollegen in die verqualmten Kneipen der Stadt mitgehen anstatt sich gegen den Passivrauch zu wehren und nur dort hinzugehen wo Rauchfreiheit angeboten wird.

Bemerkenswertes Cafè
Jul 30th, 2009 by Dietmar

Der Bötzowkiez zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass praktisch alle paar Meter ein Café nach dem anderen auftaucht. In der Hufelandstraße zum Beispiel ist die Zahl der Latte Macchiato-Offerten regelrecht unübersichtlich geworden und auch wenn man als Berliner so ein Buch kaum braucht, so wette ich als solch einer, dass diese Gegend über kurz oder lang als einer der Kuchentheken Berlin’s in den Touristenführern auftauchen wird. Wer hier bestehen möchte, der muß auffallen, sprich er hat zum Beispiel die hier wohnenden Prominenten als Besucher aufzuweisen (erst heute erspäht: Daniel Brühl vor einem Café in der Hufelandstraße) oder er bietet etwas besonders leckeres an, was die anderen nicht haben.

Zu dieser Gattung zählt das Café Frau Paul in einer Seitenstraße der besagten Hufelandstraße (Hans-Otto-Straße 6). Das kleine Cafe fällt von aussen zunächst einmal durch die Kletterpflanzen und durch seine sonnige, ruhige Lage in direkter Nähe des Volkspark Friedrichshain auf. Innen ist es hübsch dekoriert (Vogel-Wanddekorationen, Blumendekos auf den Tischen). Zusätzlich bemerkenswert und das kulinarische Highlight für mich sind die täglich wechselnden hausgemachten Kuchen und Torten, frisch zubereitete knusprige und gut belegte Ciabattas sowie die selbstgemachten Erfrischungsgetränke. Neben der netten Bedienung durch Inhaberin Christiane gibt’s zudem einen gut zusammengestellten Musikmix im Hintergrund. Wer also statt dem Üblichem etwas Bemerkenswertes ausprobieren möchte, dem kann ich einen Besuch dieses Cafés wärmstens empfehlen.

Lecker essen im Spot
Jul 17th, 2009 by Dietmar

Kürzlich las ich eine Kritik im tip zu einem meiner Lieblingssrestaurants momentan – dem Spot an der Friedrichsstraße. Auch nach mehrmaligen Lesen ist mir dabei nicht klar geworden, warum es der Dame dort nicht so gefallen hat und wie sich die eher negative Bewertung “zwiespältig” erklärt.

Deswegen sei es von meiner Seite herausgestellt: Das Spot bietet, selbst in Berlin praktisch einmalig, eine gelungene Vielfalt an preiswertem, frisch zubereiteten und dabei noch künstlerisch und optisch sehr ansprechenden zusammengestellten Essen an. Die Fotos auf der Homepage des Spots kommen dem, was auf den Tisch gestellt wird sehr nahe. So werden zum Beispiel bei der Vegetarian Combo die auf Humus befindlichen Falafelbällchen mit Zwiebelringen verziert. Wenn man den Preis für ein Hauptgericht bedenkt, der zwischen 5 – 7 Euro liegt, ist das was serviert wird – dies übrigens auf sehr freundliche Art – extrem günstig und in Touristengegend in der sich das Restaurant befindet konkurrenzlos. Empfehlenswert sind übrigens auch die nachfüllbaren Erfrischungsgetränke und die extrem leckeren Nachspeisen.

Als einziger Negativpunkt des Spots wäre die Location zu vermerken. Ich kann mir vorstellen, dass auch das Spot von den Einnahmen der Touristen abhängig ist. Diese haben aber wohl bei ihrem Gang durch die Oranienburger Straße häufig schon was gefunden, wo sie essen wollen und wenn nicht, biegen sie eher links in die Friedrichsstraße Richtung S-Bahnhof ab. Das Spot hat deswegen wahrscheinlich ein Problem mit der ziemlich geringen Laufkundschaft an dem Ort. Aber es werden wohl noch weitere Filialen geplant und vielleicht landet ja auch eine bei mir in der Nähe hier im Prenzlauer Berg.

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