Posts Tagged ‘Berlinale’

später Bericht

Wednesday, February 27th, 2008

Mit Scham blicke ich in meinem Blog auf das leere Kalenderblatt dieses Monats und gebe zu: Ich war schreibfaul. Dies obwohl es eigentlich einiges zu sagen gibt, denn es gab genug Events über die zu berichten war.

Da war zum einen die Berlinale. Auch dieses Mal ging es mir mehr um die Filme, die man sonst hier in Deutschland eh kaum im Kino zu sehen bekommt. Zum einen “Invisible City”, eine gelungene Dokumentation über Kreative in Singapur an deren Anschluß die Regisseurin ausführlichst - trotzdem dies die letzte Vorführung war - auf Fragen einging, “Geneneet al asmak”, ein ägyptischer Film über die Beziehung oder eher “Nicht-Beziehung” zwischen einer Radio-Moderatorin und einem Anästhesisten sowie der koreanische Wettbewerbs-Beitrag “Bam gua Nat“.

Da nun alle Kino-Foyers rauchfrei sind, gönnte ich mir den teureren Besuch der ersten Aufführung im Berlinale-Palast. Alles im Allen eher raugeschmissenes Geld, was man besser in einer Wiederholung hätte investieren können. Denn zum einem war das Foyer zwar rauchfrei, aber während des Films pumpte die Klimaanlage fleißig Qualm von draußen rein. Zum anderen saß ich weit entfernt von der Leinwand.

Der Film selbst war, trotz gewisser Längen, ganz nett - ein koreanischer Maler flieht nach Paris, dort gibt’s dann ziemlich viel Beziehungskram und hübsche Pariser Ansichten. Aber im Unterschied zu den Wiederholungen standen die Schauspieler sowie der Regisseur im Anschluß an den Film verloren auf der Bühne und wussten nicht so recht was sie dort sollten, da der Conferencier in mehreren Metern Abstand von ihnen nur schweigend da stand - keine Fragen, kein Interview. Ob man sich aufgrund der Anwesenheit der Jurymitglieder keine kritischen Fragen erlauben mochte?

Das in die Berlinale investierte Geld steht aber in keiner Relation zu einem anderen Posten bei meinen Ausgaben. Denn da geht es um Restaurantbesuche. Aber mehr dazu in einem anderem Posting.

Berlinale - persönliche Auswahl

Monday, February 12th, 2007

Wann immer man schliesslich und endlich eine Auswahl von Filmen bei der Berlinale getroffen hat, geht’s ans Karten besorgen - was die existierende Liste schon von vornherein begrenzt, da viele Filme schon nach kürzester Zeit ausverkauft sind. Dabei bin ich zugegebenermassen recht faul, denn ich stelle ich mich nicht Ewigkeiten an den Ticket Counter an sondern versuche mein Glück über das Internet. Besonders lustig ist es dabei, wenn man sich einen Film ausgesucht hat, es werden Karten angezeigt, man füllt seine persönlichen Daten ein, schickt sie ab und bekommt dann mitgeteilt, dass es für diesen Film doch keine Karten gibt.

Nun ist das Ganze nicht so schlimm, da ich aus erwähnten Gründen dem Kino nur noch selten einen Besuch abstatte, erst aber einen Film in Aussicht bekommen zu haben und dann doch keine Karten dafür zu bekommen ist dennoch enttäuschend.

Eine Empfehlung kann ich übrigens schon mal aussprechen: Haebyonueui Yoein (Woman on the Beach) - ein koreanischer Film der im Panorama-Programm läuft in dem ein Regisseur zwecks Inspiration ans Meer fährt. Ein nett gemachter Beziehungsfilm mit witzigen, aber auch tiefgehenden Dialogen, der sich im späteren Verlauf ein bisschen zieht. Dennoch sehenswert.

Stars im Trockenen

Friday, February 9th, 2007

Die Berlinale startet und pünktlich zu ihrem Beginn gibt es das typisch schmuddlige, nasskalte Wetter, welches sie fast immer begleitet. Für alle, die sich die zahlreichen Filmstars ansehen wollen, ist die Herumsteherei und Warterei kein Zuckerschlecken. Damit aber zumindest George Clooney, Sharon Stone, Cate Blanchett, Clint Eastwood, Robert De Niro und co. dieses Mal trockenen Fusses den Berlinale Palast betreten können, feiert dieses Mal ein überdachter roter Teppich seine Premiere bei dem Filmfestival. Da hätte man doch auch schon früher darauf kommen können.

Schnee auf dem Dach über dem roten Teppich am Berlinale-Palast

Die große Recherche

Tuesday, January 30th, 2007

Die Berlinale naht und der Nicht-Filmexperte wie ich schaut ratlos auf so manche kurze Filmbeschreibung in Zitty und co a la “Mann kommt in Bar und bestellt ein Bier. Der Barkeeper gibt ihm aber ein Glas Milch”. Das ist wenig ergiebig und motiviert kaum zum Vermerk “Werd ich mir ansehen”. Also wird Imdb herangezogen, was das Zeug hält. Das Problem: Selbst Imdb weiß manchmal nichts über einige Filme, sie sind einfach zu neu. Dennoch bin ich mir sicher, dass auch dieses Mal wieder fast alle Filme, so unbekannt sie auch sein mögen, ausverkauft sein werden.

Another red carpet situation

Saturday, February 18th, 2006

It is friday at the red carpet again. The last big movie premiers at the Berlinale, “Capote”. The crowd is by far not as big as when George Clooney visited but still a lot of people showed up. What a different situation though. Oscar-nominated Catherine Keener (”Being John Malkovic, “The Interpreter” etc.) gets out of the car, nobody claps, just a few shouts from the photographers. She walks over to us and while she signs autographs she says something sarcastic like this to a one girl “I bet you don’t even know who I am, but as long as I sign here it is ok for you, right? - well, that is ok for me too” .

A few minutes later oscar-nominated actor Philip Seymour Hoffman gets out of the car - no clapping again, so he doesn’t feel the need to go to the “normal” people, he just stays by the press and tv stations that interview him. A lady behind me isn’t sure whom she is watching there, “That blonde guy there, I guess he is famous, he is even nominated for an oscar. “Yeah, I think his last name is just Junior” she says in german.
Everybody walks into the building after a short while. That was it.
As I said, what a difference.

Catherine Keener signing at the Berlinale

A prairie home companion

Monday, February 13th, 2006

A movie with Woody Harrelson, Kevin Kline, Meryl Streep, Tommy Lee Jones ,Lily Tomlin etc. etc. in it - and directed by Robert Altman - automatically pushes the expectations very high. After watching “A prairie home companion” at the Berlinale film festival, Berlin, Germany, I can state that they are being fullfilled completely. And it is not only about the brilliant play of the actors (I noticed especially Kevin Kline here) and the fact that many of them must have studied singing for a long while - this is a movie with a lot of music in it - but it is a movie with a lot of soul and humor.
The story - the last day of a radio show and how the participants deal with that - is filmed very well and the dialogues are witty or contemplative. And I think that makes the movie interesting because you’ll find seriousness as well as humor in this movie.

I don’t think this will win the golden bear at the Berlinale, because movies with a “heavier” story often tend to have bigger chances to win film awards than “just” comedies, but looking at the very positive reaction of the audience in the theater this movie will be a big success. So, if you see this movie starting in your theater go and watch it.

Prominenz bei der Berlinale

Saturday, February 11th, 2006

Viele Schauspieler können nichts dafür und manche haben es aufgrund ihrer schauspielerischen Leistungen auch gar nicht verdient - im positiven wie im im negativen Sinne - aber es gibt schon so etwas wie eine Prominentenskala bei der Berlinale. Da gibt es viele B- und C-Prominente die auf dem roten Teppich entlang schreiten und dann gibt es die, bei denen das Wort “prominent” nicht mehr passt und die unerkannt ins Kino gehen können, allerhöchstens von den eigenen Familienmitgliedern bejubelt.

Die momentan stattfindende Berlinale hat demnach gestern mit George Clooney, einem A-Prominenten - ohne Zweifel - sicherlich schon ihren Höhepunkt erreicht, denn für einige ältere Besucher mag auch Meryl Streep ein A-Prominenter sein, aber allein schon die große Zahl der Fans und das Medienaufkommen gestern betrachtend, ist George Clooney dieses Mal der absolute Zuschauermagnet beim Filmfestival.

Das Ausschau halten nach dem Star war stark erschwert, hatte sich doch das ZDF mit einer riesigen Übertragungsschaltstelle vor dem roten Teppich aufgebaut. Viele Anwesende versuchten dann, in irgendeiner Weise ein Photo von Clooney zu ergattern, während ihm seitens der erschienenen Fernsehteams geistreiche Fragen gestellt wurden.
Sicherlich haben aber nur die wenigsten später etwas Vernünftiges auf Chip oder Film gehabt.

Leute beim Versuch, ein Photo von George Clooney zu bekommen

happy crows

Monday, February 21st, 2005

The Berlinale ended and its not only me who is ok about that. Me, because I found nothing interesting in the movie-program being offered this time. The few interesting movies that were happening start anyways soon nationwide so why should I stand in line for tickets and see that I get an acceptable seat in the theater? Additionally I am interested in watching Oscar-nominated movies in the original version but during the Berlinale the normal program of the movie theater that plays original versions was on a pause due to Berlinale movies.

There are some other creatures who are even relieved - its those swarms of crows that reside on the trees at Potsdamer Platz at the moment. They have already enough stress with the normal traffic and “going-out”-groups passing them by at normal times. But during the Berlinale its so hectic that they hardly can get some rest.