Deutschland – Ecuador, nur Positives zu vermelden

Des öfteren gehöre ich ja zu denjenigen, die die Dinge etwas anders sehen, als die Mehrheit der Bevölkerung, aber in Punkto Fußball-WM sehe ich nun, spätestens seitdem ich mal selbst im Stadion war, vieles ähnlich.

Man mag einiges an der FIFA kritisieren, aber organisieren können sie, das muss man ihn lassen. Nach der Fahrt mit der U-Bahn (Durchsagen an den Stationen auch in Spanisch!) wird dies schon bei der Ankunft am Stadion deutlich. Die Kontrollen sind weit vorgelagert und haben mit den eigentlichen Eingängen am Stadion, bei denen das Ticket gescannt wird, nichts zu tun. Hierdurch und auch durch die große Anzahl der Ordner ist die Wartezeit gleich Null. Kontrolliert wird sehr penibel, was in Punkto Sicherheit seine eindeutigen Vorteile hat, wenn mir auch nicht ganz klar war, warum ich mich hier von meiner PET-Eisteeflasche verabschieden musste. Am Stadion selbst befinden sich lauter Helfer mit Stadionplänen, die einen bei Bedarf den Weg zum Sitz erklären. Schon vor dem Spiel läuft Personal herum und hebt Müll vom Boden auf.

Das Spiel selbst – nun, viele werden es gesehen haben – das Ganze ist eine friedliche und positiv gestimmte Party, einerseits verursacht durch das gute Spiel des deutschen Teams und zum anderen durch die hervorragende und fröhliche Unterstützung der Fans. Alles im allen eine runde Sache und bis jetzt ein großer Erfolg für die Organisatoren und für Deutschland.

Suche nach dem Grund der Absage, Update

Kleiner Nachtrag zum vorherigen Eintrag zu diesem Thema:

Bayrische Milcherzeugnisse sind von höchster Qualität – das weiß ganz Deutschland. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass bayrische, glückliche Kühe gesundes Gras fressen, daß es nur in Bayern gibt. Nun wissen wir aber auch von einem anderen Vorteil dieses Gewächses: Es ist sehr robust.
Es ist sogar so widerstandsfähig, dass es direkt vor dem Anpfiff des ersten WM-Spiels ein 20-minütiges hellersches Getrampel aushalten wird – so weiß es die FIFA.

Wir hier in Berlin sagen jedenfalls “Danke” an die FIFA für die eine Million Euro, die unser Fest vorm Brandenburger Tor bekommen wird. Ich wette, da wird der nächste Champagnerbrunch bei der FIFA deutlich magerer ausfallen.

Suche nach dem Grund der Absage

Immer noch wird aller Orten gerätselt, was die FIFA wohl dazu bewogen hat, die Eröffnungsfeier im Olympiastadion abzusagen. Dabei wird auch teilweise falsch informiert. So berichtete der RBB, nach dem letztjährigen Turnfest habe es keine Probleme mit dem Rasen gegeben. Dies ist faktisch falsch, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Zwar weiß ich nicht, ob nach dem Turnfest der komplette Rasen – wie auch jetzt geplant war – ausgetauscht worden ist. Aber die Qualität des Rasens beim nächsten Heimspiels von Hertha BSC war miserabel, der Ball hüpfte nach dem Zufallsprinzip und der Rasen war bestenfalls noch als Dorfacker zu bezeichnen.

Auch an den Kosten kann es kaum gelegen haben, denn die FIFA ist reich und hätte wohl schon durch die Vermarktung der Eröffnungsfeier über die Medien das Geld zum großen Teil reinbekommen.
Bleibt eine eventuelle Kritik an dem Konzept von Feier-Organisator Andre Heller. Ich kann mir hier aber absolut nicht vorstellen, dass den Fifamitgliedern irgendetwas zu extravagant war, man schaue sich bloss mal die diversen Olympia-Eröffnungsfeiern an, die teilweise sehr viele Avantgarde-Elemente enthalten. Und ich halte die IOC-Mitglieder nicht unbedingt für aufgeschlossener.

Was bleibt ist ein Rätselraten und es wäre schon eine ziemliche Überraschung, gäbe es hier neue Informationen seitens der Fifa.