Berlinale – persönliche Auswahl

Wann immer man schliesslich und endlich eine Auswahl von Filmen bei der Berlinale getroffen hat, geht’s ans Karten besorgen – was die existierende Liste schon von vornherein begrenzt, da viele Filme schon nach kürzester Zeit ausverkauft sind. Dabei bin ich zugegebenermassen recht faul, denn ich stelle ich mich nicht Ewigkeiten an den Ticket Counter an sondern versuche mein Glück über das Internet. Besonders lustig ist es dabei, wenn man sich einen Film ausgesucht hat, es werden Karten angezeigt, man füllt seine persönlichen Daten ein, schickt sie ab und bekommt dann mitgeteilt, dass es für diesen Film doch keine Karten gibt.

Nun ist das Ganze nicht so schlimm, da ich aus erwähnten Gründen dem Kino nur noch selten einen Besuch abstatte, erst aber einen Film in Aussicht bekommen zu haben und dann doch keine Karten dafür zu bekommen ist dennoch enttäuschend.

Eine Empfehlung kann ich übrigens schon mal aussprechen: Haebyonueui Yoein (Woman on the Beach) – ein koreanischer Film der im Panorama-Programm läuft in dem ein Regisseur zwecks Inspiration ans Meer fährt. Ein nett gemachter Beziehungsfilm mit witzigen, aber auch tiefgehenden Dialogen, der sich im späteren Verlauf ein bisschen zieht. Dennoch sehenswert.

Die große Recherche

Die Berlinale naht und der Nicht-Filmexperte wie ich schaut ratlos auf so manche kurze Filmbeschreibung in Zitty und co a la “Mann kommt in Bar und bestellt ein Bier. Der Barkeeper gibt ihm aber ein Glas Milch”. Das ist wenig ergiebig und motiviert kaum zum Vermerk “Werd ich mir ansehen”. Also wird Imdb herangezogen, was das Zeug hält. Das Problem: Selbst Imdb weiß manchmal nichts über einige Filme, sie sind einfach zu neu. Dennoch bin ich mir sicher, dass auch dieses Mal wieder fast alle Filme, so unbekannt sie auch sein mögen, ausverkauft sein werden.

Die besten Filme des Jahres

Jetzt fängt der auch noch an mit diesen “Besten”-Listen wird man denken, wenn man dieses Posting liest.
Ja, ich mach da auch mit. Vor allem deshalb, weil ja immer behauptet wird, dieses war ein so schwaches Jahr mit vielen uninteressantenFilmen. Ich kann dies nicht beurteilen ob die Filme, die ich nicht gesehen habe, uninteressant waren, aber die, die ich sah waren alle recht gut, kaum Enttäuschungen – und für eine Top Drei reicht es allemal. Hier also meine Lieblingsfilme dieses Jahr, alle drei in etwa gleich gut, deswegen ist der gewählten Reihenfolge keine Bedeutung beizumessen:

L.A. Crash (oder auch nur “Crash” im Original – und ich sehe immer die Originalversionen, nicht die stupiden Synchronisationen) .
Was für ein Film. Ich hatte schon viel Gutes vorher über diesen Film gelesen und alle Erwartungen sind erfüllt worden. Ein hervorragender Don Cheadle sowie – neben vielen anderen Stars – Sandra Bullock und Brendan Frasier, eigentlich Schauspieler die in mehr “seichteren” Filme auftauchen in diesem fantastischen “Short Stories”-artigen Film, der bei gut gemachter Musik viele emotionelle Höhepunkte besitzt.

Garden State
Auch hier mit Zach Braff ein Akteuer und bei diesem Film sogar Regisseur, der sonst in einem anderen Genre zu sehen ist (Scrubs). Eigentlich Alltägliches was hier gezeigt wird, aber gute Dialoge, sehr gute Schauspieler und ein äusserst symphatischer Spielfilm.

Broken Flowers
Was soll ich sagen? Bill Murray Hauptdarsteller, Jim Jarmusch Regisseur. Das konnte nicht schief gehen und ist es auch nicht, denn es ist einfach hervorragend gelungen.