Landbevölkerung ändert das Klima

Eine vom Bund Naturschutz in Bayern durchgeführte Untersuchung (siehe Ökotest-Magazin April) zeigt, was man eigentlich von vornherein eigentlich schon wusste: Die Landbevölkerung trägt wesentlich mehr zur Klimaveränderung bei als die in den Städten. Durch praktisch nicht existierenden öffentlichen Nahverkehr in den Dörfern und Kleinstädten müssen aufgrund der fehlenden Infrastruktur für simpelste Besorgungen mit dem Auto längere Strecken in Kauf genommen werden. Wer dagegen im Zentrum einer (Groß)stadt wohnt, hat kurze Wege, die er per Fuß/Rad oder ÖPNV zurücklegen kann = klimaschonend.

Abgesehen davon, dass ich sowieso nicht weiß, warum man gerade wegen der Kinder häufig aufs Land zieht (Kitaangebot? Schulangebot? Freizeitmöglichkeiten?) scheint laut Artikel auch das mit den herrlichen Aussicht und co. nicht zu befriedigen, denn aufgrund der Fahrerei hat man kaum Zeit, eben diese zu geniessen.

Also Leute, bleibt in den Städten.

Topthema Klima

Nachdem uns die Ignoranz und die Energieverschwendung eines großen Teils der Menschheit unaufhaltsam in eine Klimakatastrophe schlittern lässt, hatte der gestrige UN-Klimareport einen seltenen Effekt: Eben dieses Thema schaffte es an den Beginn der Nachrichten und auf die Hauptseiten der Zeitungen. Auch wenn die meisten wahrscheinlich schon jetzt wieder vergessen haben, was da prognostiziert wird, war dies doch mal eine angemessene Reaktion der Medien.

Peinlich aber für die TAZ, die sich doch ansonsten sehr oft mit diesem Thema beschäftigt: In einer Fotomontage auf der Titelseite schwappen die Wasserfluten an das Brandenburger Tor heran – während die Boulevardzeitung B.Z. es richtig darstellt: Wir werden nicht überflutet werden in dieser Region, sondern es wird Dürre herrschen. Darum auch die abgebildete Wüste vor dem Tor.