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Begrenzte Freude
Sep 28th, 2009 by Dietmar

Das Ende einer langen Wahlkampagne. Da ich für Berlin-Mitte nicht nur Wahlkampagnen-Assistent für die Bundestagswahl war, sondern auch für die Europawahl und es im Prinzip keine Pause zwischendurch gab, ergab sich eine lange Periode intensivster Arbeit. Das beste Ergebnis der Grünen auf Bundesebene aller Zeiten sollte eigentlich zur Freude Anlaß geben, dennoch geht es mir wie wohl vielen anderen Parteimitgliedern und Symphatisanten: In Anbetracht einer “strahlenden” Zukunft mit Sozialabbau unter Schwarz-Gelb vergeht einem eben diese Freude. Man fragt sich, warum in den USA die WählerInnen aus der Finanzkrise gelernt haben und die Partei, die den Neoliberalismus und keine Beschränkungen in der Wirtschaft predigte abgestraft haben und hier wählt man genau die Parteien, die diese Philosophie vertreten. In den Konzernzentralen und bei den Banken hat man sich sicher riesig gefreut.

Dennoch, es gibt gerade aus meiner Arbeitsgegend tolles zu vermelden: Wir haben es mit einem tollen Team hier in Berlin-Mitte geschafft, stärkste Partei bei den Zweitstimmen zu werden. Etwas, was ausser im Ströbele-Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg / Prentzlauer Berg Ost in keinem anderen Wahlkreis in Deutschland passiert ist.

Kaffeetafel im Park
May 24th, 2009 by Dietmar

Absolut ideale Wetterbedingungen für die Kaffeetafel des Bündnisgrünen KV Berlin Mitte. Unter anderem haben sich Claudia Roth (Bundesvorsitzende) und Ramona Pop (Abgeordnetenhausfraktion) angesagt. Zahlreiche Kuchen wurden verputzt, Kaffeekannen gelernt, Ballons und Windräder gingen über den Tisch.

WM-Fazit
Jul 11th, 2006 by Dietmar

Bevor ich mich wieder anderen Themen zuwende, noch ein kurzes, persönliches Fazit zur Fußball-WM.

Stimmung: Wohl kaum zu übertreffen, eine einzige Dauerparty, sowohl im Stadion als auch außerhalb. Während meiner Besuche im Zentrum von Berlin, als auch bei einem Spiel sah ich eigentlich nur Positives.

Fans: In den Spielen der deutschen Mannschaft gegen Argentinien und Italien fiel auf, dass der Gegner von der ersten Minute an ausgepfiffen worden ist – das ist extrem unfair und albern.
Abgesehen davon aber: Vorbildlich. Man konnte sich offensichtlich auch mal mit den anderen Ländern freuen, wenn diese gewonnen hatten und im Feiern waren die Fans sowieso weltmeisterlich.

Die Spiele: Selten hat mich eine Weltmeisterschaft so gelangweilt, wie diese. Kaum Überraschungen, viele, langweilig vorgetragene Favoritensiege und bei Teams mit gleicher Spielart ein einfallsloses Gekicke, das hauptsächlich darauf bedacht war, die Strategie des anderen zu stören, anstatt das eigene Spiel zu entwickeln. Oft genug habe ich einfach zu anderen Programmen gezappt, wenn es mal zu öde war.

Kommerz: Die Adidas Arena machte sich auf dem Platz der Republik direkt beim Zentrum der deutschen Politik, dem Reichstag breit. Ein besseres Symbol für die Symbiose von Kommerz und Politik und den Einfluß der Großunternehmen konnte es wohl nicht geben.

Organisation: Perfekt. Ein Lob sowohl als das deutsche Organisationskomittee als auch an die Fifa. Es gehört schon einiges an Ressourcen und Ideen dazu, die WM logistisch so gut ablaufen zu lassen.

Sehen wir es positiver
Apr 30th, 2006 by Dietmar

Und schon wieder ein langes Wochenende an dem sich große Teile der arbeitenden Bevölkerung frei nehmen. Dieses Land kann sich das wirtschaftlich leisten – an lauter Feiertagen das Produzieren und Denken für Geld einzustellen – denn wie man letzte Woche hören konnte, geht es uns immer besser. Es wird, teilweise wohl auch wegen des besseren Wetters, wieder mehr gekauft und damit die Wirtschaft angekurbelt. Es gibt zwar kaum neue innovative politische Impulse oder Beschlüsse, aber anscheinend fühlen sich viele einfach besser weil – ja, weil man sich halt lange Zeit schlecht gefühlt hat und da muss man sich einfach mal – und sei es nur der Abwechslung wegen – wieder besser fühlen, oder?

Und plötzlich sind viele nun auch reformwillig. War man unter rot-grün noch aufgrund der angekündigten oder durchgeführten Reformen und Änderungen entsetzt, hat sich das anscheinend geändert und viele möchten nun doch welche ganz gerne akzeptieren, ohne groß zu lamentieren.

Wie sich die Zeiten doch ändern.

Vollbeschäftigung?
Dec 9th, 2005 by Dietmar

“Nie wieder Vollbeschäftigung?” – diese eher frustrierende Frage war Thema einer vom Bildungswerk Berlin, der Heinrich-Böll-Stiftung und vom BiwAK e.V. veranstalteten interessanten Podiumsdiskussion am Donnerstag Abend. Eingeladen waren Wolfgang Engler, Kultursoziologie und Buchautor, Karoline Beck, Unternehmerin und Markus Kurth, MDB B90/Grüne.

Engler begann vor ca. 120 Zuhörern mit einem Streifzug durch die Geschichte der Arbeit. Read the rest of this entry »

Drunter und drüber
Oct 23rd, 2005 by Dietmar

In den USA geht es momentan politisch drunter und drüber. Kaum ein Politiker der Bush-Administration der keinen Skandal verursacht hat, die Symphatiewerte für George W. streben im stetigen Countdown nach unten. Mich selbst verwundert, dass sich so eine Regierung mit all den verursachten Fehlern und negativen Schlagzeilen immer noch halten kann. Man möchte meinen, passierte dies zum Beispiel in einer anderen westlichen Demokratie z.B. in einem westeuropäischem Land, gäbe es Demonstrationen zu hauf und die Opposition hacke so auf der Regierung rum, bis diese nicht anders könne, als zurückzutreten.
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Die Aufgabe
Oct 12th, 2005 by Dietmar

Haben wir nicht alle noch die Szenen vor Augen, wie der Kanzler kurz nach der Wahl siegestrunken in der Berliner Runde sass, wie Münterfering schon kurz nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen vor die Presse trat mit der Nachricht: Kanzler? Das wird nur Gerhard Schröder!
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