Prominenz am Stand

Erneuter Europawahl-Stand am Potsdamer Platz. Dieses Mal hat sich Prominenz angekündigt. Reinhard Bütikofer, Spitzenkandidat der Bündnisgrünen für das Europaparlament. Kaum ist er da kommt die Standbesetzung nicht aus dem Staunen heraus. Unglaublich, wieviel Infomaterial ihm von den Passanten abgenommen wird. Man fotografiert sich mit ihm, unterhält sich, möchte Autogramme. Wenn all diese Leute uns auch wählen, können wir uns auf ein ordentliches Ergebnis freuen.

Warten auf Anschluss

Gestern abend gegen 21.45 Uhr: Da ich es den Tag über nicht geschafft habe,  einige wichtige Dinge beim Supermarkt einzukaufen, beschliesse ich, mir mal den 24-h offenen Reichelt Supermarkt in Wilmersdorf anzusehen. Der Weg dorthin ist weit, aber die Neugier siegt und ich mache mich auf den Weg.  Nach 22 Uhr lande ich auf dem S-Bahnhof Oranienburger Straße. Es wird angekündigt: Ein Zug der Linie S2 zum Potsdamer Platz. Ich müsste eigentlich noch weiter zur Yorckstraße, aber ok, am Potsdamer Platz wird es schon einen Anschluß geben. Ein paar Minuten später trifft ein Zug ein, die S1 nach Wannsee, nicht die S2. Prima, der fährt auch zur Yorckstraße, freue ich mich. Kurz vor dem Potsdamer Platz dann die Durchsage: Endstation, alles aussteigen. Der Fahrer brüllt irgendwas a la “Weiter gehts auf der gegenüberliegende Seite” ins Mikrofon. Mit mir steigen ca. 70 andere Fahrgäste aus, mehr als die Hälfte davon Touristen.

Wir warten und warten, diverse Ansagen über Züge die in alle mögliche Richtungen fahren sollen, aber nicht zum Wannsee. Ca. 10 Minuten später dann rollt auf dem besagten gegenüberliegenden Gleis endlich ein Zug ein – in die falsche Richtung, nicht nach Wannsee. Die Touristen fangen an, ihre BVG-Pläne zu studieren. Irgendwie kommt auch eine Durchsage über einen Zug nach Wannsee, der soll erst – ein Witz? in weiteren 10 Minuten kommen.  Ein paar Minuten später: Noch ein Zug, wieder falsche Richtung. Die Touristen studieren noch hektischer die Pläne, viele von ihnen können die nur in Deutsch vorgebrachten teils sehr unverständlichen Durchsagen nicht verstehen. Weitere 3 – 4 Minuten später, endlich ein Zug in die richtige Richtung, aber immer noch nicht nach Wannsee. Ich steige ein und mit mir viele andere die froh sind, dass sie ihrem Ziel wenigstens etwas näher kommen.

Insgesamt hätte man ca. 20 Minuten auf dem Bahnsteig am Potsdamer Platz verbringen können, wenn man den Anschlußzug  nach Wannsee brauchte.  Aber man sollte Verständnis haben, es herrscht ausgedünnter Ferienplan, trotz vieler Touristen in der Weltstadt Berlin, die von A nach B innerhalb der Stadt wollen. Und die Bahn möchte ja an die Börse.

Laute Kunst

Wer momentan am S+U Potsdamer Platz mit der S-Bahn ankommt und sich auf den Ausgang Nähe Ritz Carlton Hotel zubewegt, kommt durch Wahrnehmung von großem Lärm in dieser Gegend zu dem Schluß, dass in diesem Teil des Bahnhofs offensichtlich noch Baumassnahmen in größerem Ausmaß stattfinden.

Bewegt er sich auf die Rolltreppe zu und fährt hoch, so entdeckt er, dass die Ursache des lauten klackernden Geräusches ein Kunstwerk ist, dessen Audio-Belästigung von einem Blinken mehrerer, an der Wand befindlicher Leuchten begleitet wird.