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Ersatzverkehr

Thursday, July 12th, 2007

Spät abends. Wir wollen nach Hause und überlegen wie wir das am besten mit dem öffentlichen Nahverkehr veranstalten. Momentan pausiert ein Großteil der in Berlin fahrenden Trams, Ersatzverkehr ist angesagt. Unter anderem auch bei der M1. Das ist die Linie, die wir brauchen.

Am Bahnhof Friedrichstraße angekommen, ergibt sich für den Reisenden erst einmal ein spätösterliches Suchspiel. Denn wo bitte ist die Ersatzsbushaltestelle “Friedrichstr./Am Weidendamm”? Zur Auswahl stehen zwei Richtungen, die unter dem Bahnhofstunnel durch ist richtig und nach ca. 5 Gehminuten erreichen wir die gut versteckte Haltestelle. Als wir den Bus besteigen, sind wir noch guten Mutes, bald zuhause zu sein, die BVG wird das schon prima mit dem Umstieg an der Eberswalder in die dort wartende Tram organisiert haben. Aber weit gefehlt, Gerade auf der Kreuzung Schönhauser Allee/Kastanienallee angekommen sehen wir die Tram schon an der Haltestelle warten. Den Fahrer der Tram interessiert es anscheinend wenig, dass wir noch nicht da sind, er wundert sich auch wohl nicht, dass bisher in der Tram trotz normalerweise großer Fülle am Wochenende nur ein paar Leute drin sind. Er starrt auf unseren Bus und fährt munter vor unseren Augen los. Da wir nun 30 Minuten Wartezeit haben, um auf die nächste Tram zu warten bleibt viel Gelegenheit darüber zu nachzudenken, was die BVG unter einem funktionierenden Ersatzverkehr versteht.

Vor kurzem hätten wir übrigens wieder mit dem gleichen Ersatzbus fahren müssen, dieses Mal von der Anfangshaltestelle Am Kupfergraben aus. Und wieder wars nüscht mit dem Transportieren Richtung Heimat. Denn dort angekommen stellten wir fest, dass der Fahrer den gesamten Bus erfolgreich mit Zigarettenrauch eingenebelt hatte. Der ganze Bus war so verqualmt, dass wir es vorgezogen haben, nach zwei Haltestellen wieder auszusteigen. Warum für Fahrgäste ein absolutes Rauchverbot in Bussen und Bahnen gilt, der jeweilige Fahrer aber sein Gefährt lustig unter Qualm setzen kann bleibt mir ein Rätsel.

tief = sexy?

Friday, March 10th, 2006

Immer wieder fällt mir auf, dass es bei den deutschen Kommentatoren, Nachrichtenvorlesern im off und ähnlichen Medienvertretern ein große Zahl von Menschen mit tiefen Stimmen gibt. Während man offensichtlich denkt, eine tiefe Stimme bei Männern erzeuge so etwas Anheimelndes, Vertrauenserweckendes scheinen tiefe Frauenstimmen wohl mehr die Erotik vermitteln zu wollen. Es wundert wohl nicht wenn - ob im Radio oder Fernsehen- Leute wegen eben dieser Stimmlagen beschäftigt werden.

Bei mir klappt das allerdings nicht ganz mit dem beabsichtigten Effekt. Denn mir zeigt so eine tiefe Stimme: Sieh an, wohl ein Kettenraucher, seine Stimme hat er schon beeinträchtigt, wenn er so weiter macht schädigt er seine anderen Organe wahrscheinlich auch noch.