Transparente Küche

Schon seit einiger Zeit gehören die Vapiano-Restaurants zu meinen Lieblingsrestaurants in Berlin. Dies nicht nur weil es dort lecker, chic und nicht teuer ist sondern, die aktuelle Negativen-Listen Thematik zeigt es, weil es wichtig ist zu wissen, dass ein Restaurant hygienisch geführt ist. Nun haben die Vapiano Restaurants noch keinen Smiley verliehen bekommen, zumal sie auch gar nicht in Pankow liegen, aber der Gast macht sich vor Ort selber ein Bild davon, ob es in der Küche sauber ist. Denn diese Restaurants haben offenen Küchen. Der Kunde kann, nachdem er sein Essen bestellt hat zuschauen, wie seine Pizza oder seine Nudeln direkt vor ihm zubereitet werden.

Medien ändern Meinung zur Negativ-Liste

Nachdem anfänglich in vielen Zeitungen und auch im Fernsehen über die Negativ-Liste des Smiley-Projekts vom Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnisgrüne) gemeckert worden ist, wird nun zurückgerudert. Kirchner’s Behörde veröffentlicht seit Anfang der Woche Gaststätten in einer Liste im Internet,  bei denen Lebensmittelkontrollen besonders schwere Verstöße ans Licht förderten oder die gar mehrmals negativ auffielen. Was gesetzlich im Verbraucherschutz verankert ist, bekam dem Hotel- und Gaststättenverbänden gar nicht, man hatte den Eindruck, Schmuddelgaststätten sollten verteidigt werden. In den Medien wurde ihnen dafür ein großer Platz eingeräumt. Dies ändert sich aber mittlerweile. Umfragen, die von Zeitungen und vom Fernsehsender RBB gestartet wurden zeigten eine riesige Mehrheit an Befürwortern für die Veröffentlichung dieser Gammellokale, der Verbraucherschutzverein Berlin reagierte positiv, andere Bezirken überlegen, ob sie so eine Liste auch veröffentlichen  und die Medien erkennen anscheinend, dass es  wichtig ist, wenn der Verbraucher informiert wird.

Zurück zum Qualm

Sollte man den kühnen Theorien unserer PDS-Senatorin für Gesundheit Glauben schenken, könnten wir eigentlich immer mehr Vernunft unter den Kneipen und Restaurants sowie deren Gästen erwarten, je länger das Nichtraucherschutz-Gesetz gilt. Das Gegenteil ist aber der Fall, immer mehr Läden, die vorher rauchfrei waren, werden nun wieder aufs intensivste bequalmt. Und dies gilt nicht nur für die Kneipen, die gegen das NRSG schon früh wieder verstoßen haben – wenn sie es denn überhaupt von Anfang befolgt haben. Kürzlich betrat ich sogar ein hochpreisiges österreichisches Restaurant, dass einen nicht getrennten großen Raucherbereich besaß. Bisher das einzige dieser Art, dass ich fand. Aber der Trend geht wohl zurück in diese Richtung.