Berlin taut auf

Nachdem uns subtropische Ausläufer erreicht haben und die Temperaturen von 4 Grad (gestern) auf 14 Grad (momentan) gestiegen sind, taut Berlin sprichwörtlich auf. Was noch an Schnee in verschiedenen Gärten und auf Wiesen zu sehen ist, hat kaum mehr eine Chance. Es findet ein regelrechter Volkslauf statt, nachdem viele Familien wohl zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einen Spaziergang unternehmen.

Außerdem möchte ich wetten, dass der Typ vom RBB, der fast immer raugeschickt wird, wenn es Passanten zu befragen gibt, schon irgendwo in der Stadt in der Nähe einer Eisdiele oder eines Cafes positioniert ist.

Schneematschgestolper

Für Berlin scheinen 10 – 15 Zentimeter Schnee schon eine mittlere Sensation zu sein, mit der man kaum umgehen kann. So kapitulierten die Stadt und seine Bezirke schon ziemlich schnell, als Ende letzter Woche die Schneehöhe auf mehrere Zentimeter anwuchs. Klammheimlich – so scheint mir – hat man wohl gehofft, diese ungeheuren Schneemengen machten sich von selbst wieder aus dem Staub und man bräuchte nicht mehr weiter zu räumen.

Letzteres glaubt man an vielen Stellen der Stadt wohl immer noch, ersteres trat aufgrund immer noch kühler Temperaturen nicht ein. Und so stapften und schlidderten auch an Neujahr riesige Mengen von Berlinern und Touristen selbst auf so zentralen Gehwegen wie Schönhauser Allee, Unter den Linden etc pp. bei ihrem Spaziergang durch die Gegend. Abends dann, als die Temperatur wieder unter den Gefrierpunkt fiel, verwandelten sich viele, mittlerweile weich gewordene Schneematschgebiete in glatte Flächen auf denen man so richtig freudig hin- und herrutschen konnte.